Altes Siemens-Nixdorf-Haus wird abgerissen

Leeres Gebäude nahe der B1

Das 80er-Jahre-Bürogebäude von Siemens-Nixdorf nahe der B1 wird abgerissen. Nach jahrelangem Leerstand und Verfall gibt es jetzt neue Pläne für das Grundstück, das an einen Investor aus dem Raum Frankfurt verkauft wurde. Der hat schon erste Vorstellungen, wie die Fläche mal bebaut werden soll.

Dortmund

, 03.08.2017, 03:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Schandfleck ist das ehemalige Bürogebäude von Siemens-Nixdorf  in der Nähe zur B1. Es soll nun abgerissen werden.

Ein Schandfleck ist das ehemalige Bürogebäude von Siemens-Nixdorf in der Nähe zur B1. Es soll nun abgerissen werden.

Das Erdgeschoss ist mit Spanplatten verbarrikadiert, in den Obergeschossen sind mehrere Scheiben eingeschlagen, an den Bauzäunen ranken Pflanzen. Das frühere Siemens-Nixdorf-Gebäude an der Max-Eyth-Straße ist nach jahrelangem Leerstand nur noch eine Ruine.

Mit dem Haus waren große Hoffnungen verbunden

Das Gebäude ist seit Jahren nicht nur ein (glücklicherweise relativ versteckter) Schandfleck am Rande der Gartenstadt, sondern wurde zuletzt auch zu einem Sicherheitsrisiko. Denn in den letzten Jahren hat es mehrfach in dem leer stehenden Gebäude gebrannt.

Zuletzt musste die Feuerwehr im April dieses Jahres vier Jugendliche vom Dach des Gebäudes retten. Sie hatten von dort aus die Feuerwehr wegen eines Brands im Kellerbereich alarmiert.

Dabei waren mit dem Haus mit der braunen Spiegelfassade große Hoffnungen verbunden. Es war einst Sitz der Dortmunder Niederlassung der Siemens Nixdorf Informationssysteme AG. Anfang 2008 richtete der Finanzdienstleister Four Gates seine Vertriebszentrale mit zunächst 20 Mitarbeitern an der Max-Eyth-Straße ein, wollte von dort aus „Europa erobern“. Doch aus den hochfliegenden Plänen wurde nichts.

Umbaupläne gescheitert

Inzwischen steht das Bürogebäude seit mehr als fünf Jahren leer. Mehrfach wurden Pläne für einen Umbau und eine Erweiterung des Gebäudekomplexes geschmiedet. Zuletzt war der Einzug des Hauptzollamtes im Gespräch, das sich allerdings für einen Standort an der Semerteichstraße entschied.

Das Haus an der Max-Eyth-Straße verfiel mehr und mehr und wurde zu einem Lieblingsobjekt für Brandstifter. Doch damit soll bald Schluss sein: Im März hat der bisherige Eigentümer, die Firma Alstria aus Hamburg, das Grundstück an der Max-Eyth-Straße an einen Investor aus dem Raum Frankfurt verkauft.

Er plant nach eigener Auskunft den Abriss des maroden Gebäudes. Danach soll eine Mischung aus Gewerbe und Wohnen entstehen – idealerweise mit einem Gebäuderiegel an der B 1, der die dahinterliegenden Wohnhäuser vor Lärm schützt. Erste Pläne dafür will der neue Eigentümer im September der Stadt vorstellen. „Für die Nutzung gibt es mehrere Möglichkeiten“, erklärte der Investor auf Anfrage. Der Abriss des alten Bürogebäudes scheint aber besiegelt.

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