Am Ausbau scheiden sich die Geister

28.09.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wie geht es am Flughafen weiter? In einer (nicht repräsentativen) schriftlichen RN-Befragung sprach sich eine klare Mehrheit für weiteres Wachstum und den Ausbau des Airports aus.

Die politisch Verantwortlichen halten sich bislang zurück, wollen noch nicht Farbe bekennen. Ohne ein klares und unzweideutiges Bekenntnis der Politik, kommt der Ausbau der "Startbahn Ruhrgebiet" aber nicht über die Planungsphase hinaus. Die Wunschliste von Flughafenchef Manfred Kossack hat es nämlich in sich: Er hofft auf längere Start- und Landebahn (2800 Meter) sowie die Ausweitung der Betriebszeiten um eine Stunde auf 23 Uhr (plus Verspätungsregelung). Denn die Fluggesellschaften rasseln bereits mit dem Säbel. "Wenn es keine Perspektive gibt, die Fesseln abzulegen, werden die Gesellschaften Dortmund bald den Rücken kehren", malte Kossack kürzlich in einem Gespräch den Teufel an die Wand.

Und noch eine Baustelle bereitet ihm Bauchschmerzen. Die EU prüft derzeit das Förderprogramm Neres sowie die Quersubventionierung durch die Flughafen-Mutter DSW. Sollte das Verfahren zu Ungunsten des Airports ausgehen, drohen saftige Rückzahlungen.

Entsprechend aufmerksam verfolgt die Schutzgemeinschaft Fluglärm das Verfahren. Die Flughafen-Kritiker machen in letzter Zeit nicht nur auf die Lärmbelastung für Anwohner in der Flugschneise aufmerksam, sondern auch auf die finanziellen Rahmenbedingungen für den Flughafen. ar/Oli

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