An der Emschertal-Grundschule wird eine neue Zweifach-Sporthalle entstehen

mlzSporthalle in Sölde

An der Planung der Stadt Dortmund scheiden sich die Geister. Die einen sind froh, dass sich in Sachen Sporthalle in Sölde endlich etwas tut, den anderen geht es nicht schnell genug.

Aplerbeck

, 11.03.2019, 16:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist schon ein bisschen zum Fremdschämen, wenn man sich die Sporthallensituation in Sölde anguckt. Zwei Turnhallen stehen in direkter Nachbarschaft der Emschertal-Grundschule. Die eine ist so marode, dass sie seit gut vier Jahren geschlossen ist, die andere wird immer wieder geflickt und in Betrieb gehalten. Schon seit geraumer Zeit versuchen die Politik und der TuS Westfalia Sölde eine Besserung der Situation herbeizuführen. Und die heißt nach langer Untersuchung durch die Stadt Dortmund: Neubau.

Es gibt endlich Zahlen zum Hallen-Projekt

Jetzt gibt es endlich erste Eckdaten für ein Projekt, das schon lange in den Köpfen der Sölder herumschwirrt. Am Sichterweg wird eine neue Zweifach-Sporthalle entstehen. Das ist jetzt amtlich. 2022 soll es soweit sein. Dann wird die seit langem geschlossene Sporthalle durch einen Neubau ersetzt. Die zweite Turnhalle wird dann auch dem Abrissbagger zum Opfer fallen. Bis dahin aber muss sie noch funktionstüchtig gehalten werden. „Solange muss hier weiter geflickt werden“, sagt Rainer Peper vom Fachbereich Liegenschaft der Stadt Dortmund.

Er macht auch deutlich, dass die Stadt Dortmund nun mit Hochdruck an den Hallenplänen arbeite.

Ein Blick in die seit Jahren geschlossene, marode Sporthalle.

Ein Blick in die seit Jahren geschlossene, marode Sporthalle. © Jörg Bauerfeld

So muss für den Neubau ein Bebauungsplan aufgestellt werden, der im Sommer 2019 vorliegen soll. Die Planung der Städtischen Immobilienwirtschaft ist für das Jahresarbeitsprogramm 2020 vorgesehen. Die Fertigstellung der Halle dann für 2022. Geschwindigkeit soll das Projekt dadurch aufnehmen, dass die Stadt Dortmund die Halle aus der weiteren Bebauung rund um die Grundschule herausgenommen hat und als Einzelprojekt angeht. Soweit die Zahlen, aber was denkt man beim TuS Westfalia Sölde über die Pläne?

Für den TuS Westfalia geht es ums Ganze

Für den TuS geht es ums Überleben, das machte Gundula Eckai-Oesterheld, Vorsitzende der Turnabteilung noch einmal deutlich. Der Platzmangel habe schon viele Mitglieder gekostet. „Es hätte schon länger etwas passieren müssen, die Situation war doch schon lange bekannt“, sagt Gundula Eckai-Oesterheld. Und auch Michael Taranczewski, Ratsvertreter der SPD und früher einmal selber beim TuS aktiv, schlägt in dieselbe Kerbe.

„Es ist schon klar, dass die vielen Konjunktur-Projekte zurzeit die Verwaltung an ihre Grenze bringen, aber eines sollte man auch sehen: wenn man die Sache damals ein bisschen ernster genommen hätte, hätte ein Hallenneubau sehr viel schneller stehen können.“

Dabei ist das Problem in Sölde sehr viel komplizierter. So gehörte die seit Jahren geschlossene Halle zur ehemaligen Hauptschule, die schon lange nicht mehr steht. Dass die Halle noch nicht abgerissen werden konnte, liegt daran, dass sie noch die komplette Heizanlage für die Grundschule beherbergt. Auch dieses Thema beschäftigt die Verwaltung. Zumindest soll die Heizanlage, so der Plan, in die Grundschule verlegt werden. Die neue Sporthalle bekommt eine eigene Heizanlage. Aber auch in Sachen Planung scheint die Kommunikation nicht besonders zu sein.

Eine Zweifach-Sporthalle ist nicht selbstverständlich

„Mit dem Hausmeister der Schule, Günther Behr, wurde über diesen Fall noch gar nicht gesprochen. Und diese Leute vor Ort wissen doch über jede Kleinigkeit bescheid. Sie könnten wertvolle Tipps geben “, sagt Ute Mais. Die Sölder Ratsvertreterin setzt sich schon seit Jahren für den Neubau ein und ist froh, dass sich endlich etwas tut. „Und wir können auch froh sein, dass hier eine Zweifach-Turnhalle geplant wird. Das ist nicht selbstverständlich.“

Geplant ist, die neue Sporthalle auf die Fläche zu setzten, auf der die alte, marode Halle jetzt noch steht. Davor sind noch Parkplätze geplant. Die Grünfläche am Sichterweg war eine von vielen Möglichkeiten für den Hallenbau. Die gute Zugänglichkeit setzte sich hier am Ende durch.

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