Keine Reinigung möglich: Grundschule stand kurz vor Schließung

mlzKirchderner Grundschule

Schüler, Lehrer, Eltern - sie alle waren mit der Reinigungsfirma in der Kirchderner Grundschule unzufrieden und mussten deswegen selbst putzen. Nun gibt es eine Lösung.

Kirchderne

, 27.09.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kirchderner Grundschule wird wieder regelmäßig gereinigt. Der Unterricht kann normal stattfinden und Schüler, Eltern und Lehrer sich keine Gedanken um die Sauberkeit machen. Das war in den vergangenen Wochen nicht immer so.

Unterricht konnte teilweise erst später starten

„Es war in den vergangenen Wochen mehrfach vorgekommen, dass die Schule nur zum Teil oder gar nicht gereinigt wurde“, berichtet Andrea Hüsken, Pflegschaftsvorsitzende der Klasse 4a, von Hygienemissständen in der Kirchderner Grundschule. Immer wieder kam es vor, dass der Unterricht erst verspätet starten konnte. Die Lehrer waren in den ersten zwei Schulstunden damit beschäftigt, die Schule selbst zu putzen, berichtet Andrea Hüsken.

Selbst die Kontaktflächen, die einer täglichen Reinigung unterzogen werden müssten, wurden laut Andrea Hüsken nicht gesäubert. „Die Kinder wurden zum Teil angehalten, selbständig Desinfektionstücher mitzubringen.“

Die Grundschule litt unter einer schlechten Gebäudereinigung.

Die Grundschule litt unter einer schlechten Gebäudereinigung. © Schaper

Das Problem seien wohl die mangelnden Möglichkeiten der Firma gewesen. „Die Reinigungskräfte kamen immer nur zu dritt. Eine war schon 70 und arbeitete nicht länger als anderthalb Stunden“, erzählt Andrea Hüsken. „Wenn mal eine ausgefallen ist, kam kein Ersatz.“

Verträge können nicht einfach so gekündigt werden

Laut Lehrkräften stand sogar eine Schulschließung an, wenn sich die Hygienemaßnahmen seitens der Reinigungsfirma nicht verbessern würden, berichtet Andrea Hüsken.

Auf einer abendlichen Schulsitzung wurde auch die Stadt ausführlich über die Probleme informiert. „Uns wurde auch erklärt, dass erst mit Abmahnungen reagiert werde und dass die Rechnungen nicht voll bezahlt würden“, erinnert sich Andrea Hüsken.

Die bisherige Firma wurde nun Mitte September entlassen. „Durch die neue Firma haben sich unsere Probleme erledigt“, ist Schulleiter Ulf Merkert froh. Seitdem werde wieder korrekt gereinigt. Dass es etwas gedauert habe, bis der vorherigen Firma gekündigt werden konnte, sei normal.

Ursprünglich sah es so aus, als wenn die Verträge mit der bisherigen Firma erst Ende März gekündigt werden könnten. „Die Stadt kann nicht sofort jemanden aus einem Vertrag entlassen“, erklärt er. Durch die Häufung der Probleme sei dann aber Bewegung in die Sache gekommen.

„Alle haben an einem Strang gezogen“

Besonders in der Corona-Pandemie seien die Ansprüche höher, als sie sowieso schon seien, so Merkert. „Die Schüler brauchten aber nicht extra die Klassenräume zu desinfizieren“, sagt er. Jetzt funktioniere die Reinigung wieder: „Das klappt, weil alle an einem Strang gezogen haben. Die Zusammenarbeit mit der Stadt hat gut funktioniert“, ist er stolz.

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