An knapp der Hälfte der Dortmunder Schulen sind Zuwanderer-Kinder in der Mehrheit

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An vielen Dortmunder Schulen gibt es einen hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Zuwanderungsgeschichte. An elf Schulen stellen sie über 90 Prozent.

Dortmund

, 26.10.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Dortmund gibt es 135 Regelschulen: 89 Grundschulen und 46 weiterführende. An allen werden auch Kinder unterrichtet, die eine Zuwanderungsgeschichte haben. Wie hoch der jeweilige Anteil an den Schulen ist, geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im NRW-Landtag hervor.

Laut der Antwort des Ministeriums für Schule und Bildung NRW, die alle Dortmunder Schulen auflistet, lag an 67 Schulen der Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Zuwanderungsgeschichte im Schuljahr 2018/2019 über 50 Prozent. Das ist knapp die Hälfte aller Dortmunder Regelschulen.

Wer eine Zuwanderungsgeschichte hat, definiert das Ministerium wie folgt. Erfasst werden Schülerinnen und Schüler, die entweder

  • selbst ohne deutsche Staatsbürgerschaft geboren wurden oder
  • von denen mindestens ein Elternteil ohne deutsche Staatsbürgerschaft geboren wurde oder
  • in deren Familien im Alltag nicht vornehmlich deutsch gesprochen wird.

Kaum Schulen mit weniger als 20 Prozent Zuwanderer-Kindern

Schulen mit einem Anteil an Zuwanderer-Kindern von unter 20 Prozent gibt es in Dortmund wenige: Sieben Grundschulen und drei Gymnasien waren das im Schuljahr 2018/2019. Bei den anderen Schulformen gab es keine Schule, auf der weniger als 20 Prozent der Schüler eine Zuwanderungsgeschichte hatten.

Den geringsten Anteil an Kinder mit Zuwanderungsgeschichte unter den Schülern hatte das Privatgymnasium Stadtkrone (1,5 Prozent), gefolgt von der Elisabeth-Grundschule in Eving (5,8 Prozent) und dem Mallinckrodt-Gymnasium in der Innenstadt (6,3 Prozent).

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An elf Dortmunder Schulen lag der Anteil an Zuwanderer-Kindern im vergangenen Schuljahr über 90 Prozent. Diese verteilen sich über alle Schulformen außer der Hauptschule. An der Grundschule Kleine Kielstraße in der Nordstadt hatten alle Schülerinnen und Schüler eine Zuwanderungsgeschichte.

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Entsprechend hatte die Grundschule Kleine Kielstraße den höchsten Anteil an Zuwanderer-Kindern unter den Schülern (100 Prozent), gefolgt von der Brücherhof-Grundschule in Hörde (99,5 Prozent) und der Nordmarkt-Grundschule (96 Prozent).

Förderschulen nicht nachgefragt

Förderschulen, Weiterbildungskollegs und Freie Waldorfschulen sind in der Antwort des Ministeriums nicht aufgeführt. Im Falle der Förderschulen liegt das daran, dass die AfD-Fraktion diese Schulform in ihrer Frage nicht berücksichtigt hatte. Für Weiterbildungskollegs und Waldorfschulen wird die Zuwanderungsgeschichte der Schüler laut dem NRW-Schulministerium nicht erhoben. Allerdings kamen auch diese in der Frage der AfD-Franktion nicht vor.

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