Angeklagter bestreitet Straßenraub

Landgericht Dortmund

Auf offener Straße in Hörde soll ein 22-jähriger Mann im August 2015 einen Passanten attackiert und beraubt haben. Laut Anklage, die am Montag vor dem Dortmunder Landgericht verlesen wurde, griff der Täter erst nach der Geldbörse des Opfers und riss ihm dann eine goldene Kette vom Hals. Die Tatversion des Angeklagten klingt dagegen ganz anders.

HÖRDE

25.01.2016, 14:35 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Ich habe nichts geklaut. Punkt“, sagte der 22-Jährige voller Überzeugung. Ob er mit seiner Geschichte jedoch die Richter und die Staatsanwältin überzeugen konnte, ist zweifelhaft. Danach ist dem anderen Mann die goldene Kette nämlich „einfach so vom Hals gefallen“.

Zeuge rief die Polizei

Der Angeklagte will sie dann aufgehoben haben und „eigentlich völlig grundlos“ weggerannt sein. Als sein Verfolger ihn eingeholt habe, „habe ich ihm die Kette dann wieder zugeworfen und bin gegangen“. Der 22-Jährige konnte damals unmittelbar nach der Tat festgenommen werden. Ein aufmerksamer Zeuge hatte die Polizei angerufen und den Beamten gesagt, wo sie den Flüchtigen finden würden.

Und tatsächlich: In einem Gebüsch hockend erwartete der Angeklagte fast schon die Polizisten. Wenn die Anklage stimmt, hatte er den Kettenbesitzer zuvor sogar noch mit Pfefferspray angegriffen und sich damit den Fluchtweg eröffnet. Doch auch das bestreitet der 22-Jährige vehement: „Ich hatte doch gar kein Pfefferspray dabei. Nur ein kleines Messer…“

 

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