Angeklagter will plötzlich unschuldig sein

Messer-Prozess

Der Prozess um eine tödliche Eifersuchtsattacke auf einen Party-Gastgeber in der Nordstadt wird länger dauern als zunächst geplant. Nachdem der Angeklagte inzwischen über seinen Rechtsanwalt erklären lässt, er könne überhaupt nicht der Täter sein, muss das Schwurgericht weitere Zeugen und Gutachter vernehmen.

DORTMUND

von Von Martin von Braunschweig

, 20.10.2011, 15:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Prozess um eine tödliche Eifersuchtsattacke auf einen Party-Gastgeber in der Nordstadt wird länger dauern als zunächst geplant. Nachdem der Angeklagte inzwischen über seinen Rechtsanwalt erklären lässt, er könne überhaupt nicht der Täter sein, muss das Schwurgericht weitere Zeugen und Gutachter vernehmen.Dass der Angeklagte mit dem Vorfall nun nichts mehr zu tun haben will, kommt vor allem für die Polizisten, die ihn damals festgenommen haben, völlig überraschend. „Auf der Fahrt zur Wache hat er immer wieder gesagt, dass es ihm Leid tut“, erinnerte sich einer der Beamten am Donnerstag als Zeuge. Und ein Kollege ergänzte: „Er hat uns noch gefragt, wie es dem Verletzten geht.

Da haben wir ihm gesagt, er solle besser beten, dass der Mann durchkommt. Das hat er dann auch gemacht.“ Für alle Beamten stand damals fest, dass nur der 41-Jährige als Messerstecher infrage kam. Vor allem auch deshalb, weil der Mann bei seiner Festnahme ein Messer in der Jackentasche trug. Mit einem Urteil ist nun nicht mehr vor November zu rechnen.

Lesen Sie jetzt