Angestellte warnen um "5 vor 12"

28.09.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Hörde Die Mitarbeiter der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) und der Ruhr-Lippe warnen die Landesregierung vor der Aufgabe von Sozialstandards, die mit dem Verkauf der Gesamt-LEG (wir berichteten) über Bord zu gehen drohen. Gestern schlugen die Angestellten vor dem Hochhaus an der Karl-Harr-Straße um "5 vor 12" den in dieser Woche angekündigten "Sozialalarm". Die Betriebsräte Yvonne Koch (Ruhr Lippe) und Bernhard Möller (LEG) stellten klar, dass ...

die LEG mit allen ihren Wohnungen weiterhin zum Verkauf anstehe,

die LEG-Stadtentwicklung an das NRW-Bauministerium angedockt werden soll

und die LEG-Arbeitsmarkt- und Strukturentwicklung zum Sozialministerium läuft.

Die Sozialcharta sei nichts anderes als "eine vor einem Jahr abgegebene Willenserklärung", kritisierte Bernhard Möller die Landesregierung - und sie sei bis heute nicht verbindlich festgeschrieben worden. "Rechtsverbindlich" sei die Sozialcharta schon gar nicht. "Aber damit geben wir uns nicht zufrieden", kündigten die beiden Betriebsräte bei der Protestaktion an.

Yvonne Koch: "Wenn die Ministerien in bevorstehenden Gesprächen nicht auf Forderungen der Arbeitnehmer eingehen, dann planen wir weitere Aktionen. Das hier heute ist nur eine erste Maßnahme." ban

An der "5 vor 12"-Aktion beteiligten sich alle LEG-Standorte in NRW. Beschäftigt sind bei der LEG fast 1000 Angestellte. Das Landesunternehmen ist zu 50 Prozent an Ruhr-Lippe beteiligt.

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