Anklage: Freund des Sohnes zum Klauen angestiftet

Bizarre Erpressung?

Ein äußerst bizarrer Erpressungsfall beschäftigt seit Donnerstag das Landgericht: Eine 57-jährige Frau aus der Nordstadt soll einen 13 Jahre alten Freund ihres Sohnes gezwungen haben, seiner Mutter Goldschmuck zu stehlen.

DORTMUND

von Von Martin von Braunschweig

, 25.08.2011, 14:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zu Prozessbeginn wies die 57-Jährige die Anschuldigungen weit von sich. „Ich habe ihn nie bedroht, niemals“, behauptete sie. Die Frau gab zwar zu, von dem 13-Jährigen Goldschmuck erhalten und diesen auch in einem Geschäft an der Brückstraße verkauft zu haben. „ Das habe ich aber nur gemacht, um ihm einen Gefallen zu tun. Er hat mir erzählt, die Ringe und Ketten hätte ihm seine Oma vererbt, und jetzt brauche er Geld. Er selbst konnte das Zeug aber nicht verkaufen, weil er noch ein Kind ist“, sagte die Frau.

Das angebliche Erpressungsopfer wiederholte dagegen in seiner Zeugenaussage die schweren Vorwürfe. Nachdem der Sohn der Angeklagten Wind davon bekommen hatte, dass er an den Goldschmuck seiner Mutter kommen könnte, „hat er mich ständig unter Druck gesetzt“, so der 13-Jährige. # Schließlich sei er sogar mit einer Waffe bedroht worden. Der Zeuge: „Dabei stand die Angeklagte daneben und sagte, er solle mich erschießen. Da bin ich sofort losgerannt und habe neuen Schmuck geklaut.“ Der Prozess wird fortgesetzt.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt