Anleger um 1,5 Millionen Euro betrogen

Landgericht

DORTMUND/WITTEN Ein mutmaßlicher Börsenbetrüger muss sich seit Freitag vor dem Dortmunder Landgericht verantworten. Der Mann aus Witten soll Anleger um rund 1,5 Millionen Euro betrogen haben.

von Von Jörn Hartwich

, 02.10.2009, 15:18 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der 39-Jährige hatte sich schon früher mit Geldanlagen beschäftigt, jetzt wollte er ein eigenes Unternehmen an die Börse bringen. Den Anlegern erzählte er von Beteiligungen an Banken, Fluglinien und von einer Kooperation mit der türkischen Fußballliga – die Gewinne sollten nach dem Börsengang (zu dem es nie kam) nur so sprudeln. Doch dem Traum folgte die Bruchlandung. Das Unternehmen musste Konkurs anmelden, die meisten Anleger erlitten einen Totalverlust. Nicht einmal seine eigene Wohnung konnte der Angeklagte am Ende noch halten. Wie er vor dem Dortmunder Landgericht erklärte, wohnt er inzwischen wieder bei seinen Eltern.

Dass er das Geld eingesammelt hat, hat er zum Prozessauftakt zugegeben. Von einem Betrug will der 39-Jährige allerdings nichts wissen. Wörtlich sagte er den Richtern: „Es war zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt, Gelder einzusammeln – für nichts.“ Mit einem Urteil ist voraussichtlich erst Ende November zu rechnen.

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