Ansammlungsverbot in Dortmund: Polizei zieht Bilanz der Kontrollen am ersten Tag

Coronavirus

Menschenansammlungen sind in Dortmund seit Freitag (20.3.) verboten. Die Polizei hat am Wochenende zahlreiche Kontrollen durchgeführt und zieht am Sonntagmorgen eine erste Bilanz.

22.03.2020, 11:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Polizeikommissare Rene Alter und Carina Peschel vom Wachbereich Dortmund-Mitte. Die Polizei bittet dringend darum, zu Hause zu bleiben.

Polizeikommissare Rene Alter und Carina Peschel vom Wachbereich Dortmund-Mitte. Die Polizei bittet dringend darum, zu Hause zu bleiben. © Polizei

Seit Samstag (21.3.) gilt in Dortmund ein Verbot für Menschenansammlungen mit mehr als 4 Personen. Am Wochenende hat die Polizei dieses Verbot kontrolliert und zog am Sonntag eine erste Bilanz. Und diese fiel nach dem ersten Tag durchaus positiv aus.

„Trotz des guten Wetters am gestrigen Tag zählte die Polizei im Rahmen ihrer Kontrollen nur wenige Ansammlungen im öffentlichen Bereich“, erklärte die Polizei am Sonntagmorgen.

Drei Strafanzeigen

In den allermeisten Fällen hätten die Personengruppen durch Ansprache aufgelöst werden können, die polizeilichen und städtischen Einsatzkräfte seien „größtenteils auf Verständnis und Betroffenheit“ getroffen. Insofern scheinen die Appelle von Polizei und Behörden auf fruchtbaren Boden zu fallen.

Nur wenige Menschen zeigten sich bei den Kontrollen am Samstag uneinsichtig, die Polizei erstattete in lediglich drei besonders hartnäckigen Fällen Strafanzeigen wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Kontrollen werden fortgesetzt

Polizeipräsident Gregor Lange bedankte sich ausdrücklich bei den Dortmundern für ihre Besonnenheit. „Für uns war nicht absehbar, wie die Bürgerinnen und Bürger mit dieser Ausnahmesituation umgehen werden“, erklärte der Polizeipräsident in einer Mitteilung.

Die Polizei wird die Kontrollen weiter fortführen, kündigte Lange am Sonntag an.

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