Rein nur mit Termin und Berechtigung: Viele Dortmunder wollten sich am Donnerstag für das Impfzentrum Phoenix-West anmelden. © Kevin Kindel (A)
Corona-Impfung

Ansturm auf Impfzentrum-Termine – Reichen sie für Dortmund?

Gerade eingestellt, fast direkt ausgebucht – die meisten Dortmunder Termine für das Corona-Impfzentrum waren am Donnerstag nach wenigen Stunden weg. Wann gibt es neue für Prio-Gruppe 3?

Es ist wie bei einem Konzert in den Westfalenhallen: Manchmal sind die Karten schon nach wenigen Minuten weg. Und des Öfteren bleiben nur noch Restkarten, vielleicht auf den Plätzen, auf die man eigentlich gar nicht wollte.

Ähnlich lief es am Donnerstag mit den Terminen für das Impfzentrum auf Phoenix-West in Dortmund. Ab 8 Uhr waren die beiden Telefonleitungen frei. Zudem waren Termine freigeschaltet für die Internet-Seite der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL).

Schon vor 10 Uhr keine Termine mehr frei?

„Einige Standorte laufen schon voll“, erklärte KVWL-Sprecher Andreas Daniel am späten Vormittag. „Die Buchungen laufen sehr gut, im ganzen Land und auch in Dortmund.“

Das deckt sich noch mit den Erfahrungen einer Dortmunderin. Zwischen 9 und 10 Uhr sei sie telefonisch problemlos durchgekommen. Dann aber habe es geheißen: leider kein Termin mehr frei.

Was den KVWL-Sprecher überraschte: „Es gibt noch Termine für Mai und auch später“, sagte er gegen 11 Uhr. Allerdings handele es sich um Resttermine.

Und falls die auch weg sein sollten? Normalerweise sei das kein Problem, erklärte Daniel. „In Absprache mit dem jeweiligen Impfzentrum schießen wir dann Termine nach.“ Das sollte auch schon am Freitagmorgen (7.5.) der Fall sein.

Nicht alle aus der Prio-Gruppe 3 sind dran

Wichtig allerdings weiterhin: Nicht alle aus der Prioritätengruppe 3 haben aktuell schon die Berechtigung.

Dran sind Mitarbeiter von Supermärkten und Drogeriemärkten, Kontaktpersonen von Schwangeren, Pflegebedürftigen und schwer erkrankten Kindern sowie viele Mitarbeiter der Justiz: Richter, Staatsanwälte, Mitarbeiter aus Gerichten und Gefängnissen, zudem auch Gerichtsvollzieher und Steuerfahnder.

Zudem berechtigt, sich Termine zu holen: Lehrer und andere Mitarbeiter aus weiterführenden Schulen. Ihre Berufskollegen aus Grund- und Förderschulen hatten zuvor bereits die Chance, sich impfen zu lassen.

Ältere und Vorerkrankte müssen weiter warten

Über-60-Jährige haben derzeit hingegen nur bei ihren Hausärzten eine Chance auf eine Impfung. Termine im Impfzentrum stehen ihnen noch nicht zu. Ähnlich ist es mit Menschen, die aufgrund bestimmter Vorerkrankungen zur Prio-Gruppe 3 gehören – beispielsweise Schlaganfall, Krebs, HIV-Infektion, Herzinsuffizienz.

Das gilt genauso für Menschen, die aufgrund ihres Berufs oder ihres Engagements zur Gruppe 3 gehören: Feuerwehrleute, Mitglieder des Katastrophenschutzes oder des Technischen Hilfswerks, Apotheker, Labor-Mitarbeiter und alle, die sich beruflich um Abfallentsorgung, Wasser- und Energieversorgung, Telekommunikation und IT kümmern.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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Björn Althoff

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