Viele Dortmunder lassen sich ihre Medikamente direkt nach Hause liefern, um den persönlichen Kontakt zu reduzieren. © dpa (Symbolfoto)
Corona

Apotheken-Lieferservice boomt während des Lockdowns

Wie kauft man Medikamente, wenn man Kontakt vermeiden möchte? Viele Apotheken in Dortmund liefern ihre Ware - ein Konzept, das in Krisen-Zeiten besonders beliebt ist.

Lieferservices werden zum großen Verkaufsschlager während des zweiten Lockdowns. Viele Restaurants haben auf Fensterverkauf oder Lieferungen umgestellt, aber auch bei den Dortmunder Apotheken boomt der Service.

Dr. Felix Tenbieg, Inhaber der Patroklus Apotheke, berichtet, dass sich schon in der ersten Corona-Welle die Anzahl der Botengänge um das Anderhalbfache vermehrt hatten. Auch im neuerlichen Lockdown wird der Service der Apotheken dankend angenommen, allerdings hält sich das Niveau auf dem Stand des Frühjahrs, so Dr. Tenbieg.

“Ich habe das Gefühl, die Leute gehen jetzt auch ruhiger mit der Situation um.” So sei es auch nicht nötig weiteres Personal einzustellen, “die Boten müssen vielleicht mal eine Stunde ab Abend länger unterwegs sein”, aber die meisten seien froh überhaupt einen krisensicheren Job zu haben.

Medikamenten Lieferung über den Balkon

Um kein Risiko einzugehen wird der persönliche Kontakt bei den Lieferungen auf ein Minimum reduziert. Denn, so erzählt Dr. Tenbieg, auch Corona-Patienten und Kunden in Quarantäne werden beliefert, notfalls werden die Medikamente und die Rechnung nach Absprache dann auch mal über den Balkon geworfen.

Die Apotheken müssen sich allerdings selbst um Liefermöglichkeiten bemühen, wer also nicht mehr vor die Tür will, kann bei seiner Apotheke anrufen und nachfragen.

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