Der Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit für den November liegt vor. Welche Auswirkung hat der erneute Lockdown? © Dieter Menne (Archivbild)
Arbeitsmarktbericht

Arbeitslosigkeit in Dortmund sinkt trotz Teil-Lockdown

Auch wenn ganze Branchen erneut schließen mussten, ist im November die Arbeitslosigkeit in Dortmund gesunken. Woanders auf dem Arbeitsmarkt sind die Folgen des Teil-Lockdowns schon zu spüren.

Die Corona-Pandemie hat weiterhin einen großen Einfluss auf den Arbeitsmarkt, der sich allerdings trotzdem saisontypisch leicht erholen kann.

Die Arbeitslosenquote sank im November gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent auf 11,5 Prozent. In absoluten Zahlen heißt das: Im November waren 36.471 Personen arbeitslos gemeldet und somit 613 weniger als noch im Oktober.

Auswirkungen des Teil-Lockdowns noch nicht abzusehen

Ein Blick auf die Zahlen des vergangenen Jahres verrät allerdings, dass trotz der tendenziell positiven Entwicklung die Pandemie auch im November noch ein großer Faktor ist. Denn im Vergleich zum November 2019 sind rund 5600 Dortmunder mehr arbeitslos gemeldet, ein Wachstum von rund 1,6 Prozent.

Die Auswirkungen des „Lockdowns light“ lassen sich noch nicht abschätzen, erklärt Heike Bettermann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Dortmund, das “wird sich erst im neuen Jahr zeigen”.

“Es wird noch einige Monate brauchen, um wieder auf das Niveau vor der Corona-Krise zu kommen”, führt Bettermann weiter aus, “insbesondere Menschen ohne ausreichende Qualifikation werden es schwer haben”.

Starker Rückgang an offenen Stellen

Was Bettermann damit meinen könnte, wird bei einem Blick auf die Nachfrage nach Arbeitskräften deutlich. Rund 770 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit im November gemeldet, ein Viertel weniger als im Vormonat und rund 50 Prozent weniger als noch im vergangenen Jahr.

Insgesamt sind somit nur rund 4200 offene Stellen in Dortmund gemeldet, 2019 waren es noch 40 Prozent mehr. Die drei am stärksten betroffenen Branchen sind hierbei der Handel (46 Prozent weniger neue Stellen gemeldet als 2019), das verarbeitende Gewerbe (minus 52 Prozent) und besonders stark das Gastgewerbe (minus 72 Prozent).

Nach dem ersten Lockdown nahm die Kurzarbeit in den vergangenen Monaten kontinuierlich ab, durch den Teil-Lockdown sind im November allerdings wieder mehr Arbeitnehmer in Kurzarbeit, insgesamt 3372. Trotzdem ist die Situation nicht annähernd so dramatisch wie noch im März, als noch rund fünfmal so viele Arbeitnehmer in Kurzarbeit waren.

Jugendarbeitslosigkeit auf dem tiefsten Stand seit Beginn der Pandemie

In anderen Bereichen zeigt sich eine leichte Erholung. So liegt erstmals seit Beginn der Pandemie die Jungendarbeitslosigkeit wieder unter 10 Prozent. 3119 der unter 25-Jährige waren im November arbeitslos gemeldet, das sind 6,8 Prozent weniger als im Oktober und insgesamt nur noch 9,4 Prozent.

Ein starker Rückgang, der damit zu erklären ist, dass viele Jugendliche im November mit ihrer Ausbildung oder ihrem Studium begonnen haben.

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