Arbeitsmarktbericht

Arbeitslosigkeit in Dortmund: „Wir erleben einen Mai wie vor Corona“

Dortmunder Arbeitsagentur und Jobcenter haben am Dienstag ihren Arbeitsmarktbericht für Mai veröffentlicht. Sie melden einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit - doch in einem wichtigen Sektor herrscht Flaute.
Die Arbeitsagentur hat die Arbeitslosenzahlen für Mai bekanntgegeben. © picture alliance / dpa

„Dortmunder Arbeitsmarkt weiter im Aufschwung“ – so kommentieren Arbeitsagentur und Jobcenter ihren Bericht für den Monat Mai.

Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen in Dortmund sei um 659 Personen oder 1,7 Prozent auf nun 37.249 Arbeitslose gesunken. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 11,6 Prozent. Im April war dieser Wert um 0,3 Prozent erhöht. Vor einem Jahr lag die Quote bei 11,7 Prozent.

Alle konnten profitieren

Der Arbeitsmarkt entwickele sich wie für die Jahreszeit üblich – trotz der weiter geltenden Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens. „Wir erleben einen Mai wie vor Corona, das ist angesichts der weiterhin angespannten Krisenlage eine richtig gute Nachricht“, sagt Arbeitsagentur-Chefin Heike Bettermann.

Und davon profitierten alle: Jüngere und Ältere, Deutsche wie Ausländer. Dabei liege das Angebot an offenen Stellen jedoch weiterhin rund ein Viertel unter dem Niveau der vergangenen Jahre. Im Mai seien 947 neue Stellen gemeldet worden, 70 mehr als im April. 3262 Stellen seien insgesamt offen.

Weniger junge Arbeitslose, viele offene Lehrstellen

Die Jugendarbeitslosigkeit ist ebenfalls weiter rückläufig. Im Vergleich zum April ist die Quote um 0,4 Prozent auf 9,3 Prozent gesunken. Im Mai waren 3113 Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet – 91 Personen oder 2,8 Prozent weniger. Vor einem Jahr lag die Jugendarbeitslosigkeitsquote bei 10,6 Prozent.

„Die Chancen, noch in diesem Sommer mit einer Ausbildung zu beginnen, sind ausgesprochen gut“, sagt Heike Bettermann mit Blick auf den Dortmunder Ausbildungsmarkt. Die Unternehmen meldeten bis Ende Mai 3345 Ausbildungsplätze, 18 weniger als vor einem Jahr. Noch 1734 Lehrstellen sind offen.

Zahl der Kurzarbeiter deutlich gesunken

Gleichzeitig ist die Zahl der Bewerber gesunken: 3226 junge Menschen – 30 Personen oder 0,9 Prozent weniger als im Mai 2020 – kontaktierten die Agentur für Arbeit. Aktuell sind noch 1401 von ihnen auf Ausbildungsplatzsuche.

Mit den Coronavirus-Inzidenzzahlen sinken auch die Anzeigen von Kurzarbeitergeld weiter. Waren es im April noch 49 Betriebe, fiel dieser Wert im Mai auf 35. Auch die Anzahl der Kurzarbeiter ging zurück: von 462 auf 270 Menschen.

Vor genau 12 Monaten waren es 4172 Männer und Frauen – der Höchststand wurde jedoch im April 2020 erreicht, als 37.816 Menschen in Kurzarbeit beschäftigt waren.

Auch bei der Unterbeschäftigung tut sich was. Hierdurch werden auch Personen erfasst, die einer Beschäftigung nachgehen, aber dennoch auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Im Mai waren 48.388 Personen registriert (412 Menschen weniger als im April). Das entspricht einer Quote von 14,7 Prozent.

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