Asselner Awo-Chef hofft weiter auf Erweiterung des Marie-Juchacz-Hauses

mlzAwo Asseln/Husen/Kurl

Der Vorsitzende der Awo Asseln/Husen/Kurl, Norbert Roggenbach, hatte sein Weitermachen von der Erweiterung des Marie-Juchacz-Hauses abhängig gemacht. Wir haben nachgefragt.

Asseln

, 12.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

19 Mitglieder des erweiterten Vorstands der Awo Asseln/Husen/Kurl haben sich zu einer zweitägigen Klausurtagung in Ascheberg-Davensberg getroffen. Dabei ging es auch um den möglichen Anbau an das Marie-Juchacz-Haus, bekanntlich ein Streitthema der vergangenen Monate zwischen Ortsverein und Awo-Unterbezirk. Wir haben mit dem kommissarischen Vorsitzenden Norbert Roggenbach (66) gesprochen.

Hallo Herr Roggenbach, wie ist beim Anbau der Stand der Dinge?

Der Awo-Unterbezirk hat im März eine Bauvoranfrage dafür gestellt. Seither warten wir auf Antwort von der Stadt. Ich finde das unmöglich. Früher hieß es, Bauanträge müssen innerhalb von drei Monaten bearbeitet sein, bei uns handelt es sich aber lediglich um eine Anfrage. Insgeheim glaube ich ja, dass der Unterbezirk mit einer Ablehnung rechnet. Dann kann er uns das schwarz auf weiß präsentieren und hoffen, dass wir wieder ruhig sind.

Wären Sie dann ruhig?

Zunächst mal bin ich optimistisch, dass ein Neubau doch möglich ist. Anderswo geht sowas auch. Und der Platz ist ja da. Wir wollen ja keine Disco oder etwas ähnliches errichten, sondern lediglich einen 200 Quadratmeter großen Mehrzweckraum - zum Beispiel, um auch mal größere Veranstaltungen wie Tanztees anbieten zu können. Auch könnte ich mir vorstellen, dass dort viele soziale Aktivitäten des Stadtbezirks ein Zentrum finden. Zum Beispiel könnte das Senioren- und Familienbüro dort einziehen. Vielleicht wird das alles etwas komplizierter - mit Bürgeranhörungen, einem Beschluss der Bezirksvertretung und so weiter, aber möglich ist es.

Asselner Awo-Chef hofft weiter auf Erweiterung des Marie-Juchacz-Hauses

Der erweiterte Vorstand der Awo Asseln/Husen/Kurl traf sich zur Klausurtagung in Ascheberg. © Norbert Roggenbach


Sie haben Ihr Weitermachen als Ortsvereins-Vorsitzender ja an diesen Anbau geknüpft. Wie sieht es in dieser Sache aus?

Wie der gesamte Vorstand bin ich derzeit nur kommissarisch im Amt. Aber im März wollen wir eine Jahreshauptversammlung abhalten, bei der fast der gesamte Vorstand wieder kandidieren will. Auch ich.

Und wenn dann noch kein Anbau in Sicht ist?

Wir haben 150.000 Euro auf der hohen Kante. Dann werden wir versuchen, das bestehende Gebäude innen umzubauen: nicht tragende Wände raus, um mehr Platz zu schaffen, eine neue Küche, neue Toiletten und so weiter.

Über was haben Sie sonst noch gesprochen auf der Klausurtagung?

Wir wollen künftig den Vorstand umstrukturieren. Es soll drei, statt bisher zwei stellvertretende Vorsitzende geben, und sie alle sollen feste Funktionen haben, und wir wollen uns an dem Projekt „Nette Toilette“ im Stadtbezirk beteiligen. Außerdem wollen wir unser Awo-Mobil noch häufiger als bisher zum Beispiel für Fahrten zu Wochenmärkten anbieten. Ich bin insgesamt sehr zufrieden mit der Klausurtagung. Das war produktiv.

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