Auch in den städtischen Seniorenheimen wird gestreikt

mlzWarnstreiks von Verdi

Auch die städtischen Seniorenheime in Dortmund waren am Mittwoch vom Warnstreik der Gewerkschaft Verdi betroffen. Die Beschäftigten zeigten Solidarität gleich zu mehreren Seiten.

Dortmund

, 30.09.2020, 16:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Tarifkonflikt im Öffentlichen Dienst folgten am Mittwoch auch Mitarbeiter der städtischen Seniorenheim-Gesellschaft in Dortmund dem Verdi-Aufruf zum Warnstreik. Jeder fünfte der 800 Beschäftigten ist bei Verdi organisiert.

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Doch die Pflege der Bewohner der Seniorenheime sei durch den Streik nicht beeinträchtigt. „Wie immer bei solchen Streikaufrufen schließen wir seit Jahren mit Verdi im Vorfeld Streikvereinbarungen, damit wir einen Notdienst oder einen Fast-Vollbetrieb aufrechterhalten können“, berichtete auf Anfrage Martin Kaiser, Geschäftsführer der Seniorenheim gGmbH Dortmund.

Solidarität nach innen und außen

Das Pflegepersonal fühle sich ambivalent, so Kaiser: „Sie waren mal die Helden, wollen aber nicht die Deppen werden.“ Er habe Verständnis für die Position der Streikenden, die im März ihre Angst vor Corona überwunden hätten und mutig zur Arbeit gekommen seien. „Das verdient eine Anerkennung.“

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Der Warnstreik habe so ausgesehen, dass die Mitarbeiter einmal ihre Solidarität nach außen gezeigt hätten, indem sie sich befristet an den Streikständen vor den Senioreneinrichtungen bei Verdi hätten sehen lassen. Um ihre Solidarität nach innen mit den Seniorenheim-Bewohnern zu zeigen, hätten sie kurz darauf die Pflege wieder aufgenommen. Laut Verdi haben darüber hinaus insgesamt 50 Beschäftigte eine Menschenkette gebildet.

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