Auf dem Edeka-Dach in Dorstfeld wird‘s grün - ein Parkhaus wird es aber nicht geben

mlzNahversorgung in Dorstfeld

Thomas Quittek (BUND) kritisiert den Bau des Edeka-Marktes. Vor allem der Wegfall der Grünfläche macht ihm Sorgen. Dafür soll es Ersatz geben, sagt die Stadt - aber nicht in Dorstfeld.

Dorstfeld

, 15.07.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Stadt Dortmund hat den Bau eines neuen Edeka-Marktes auf der Frerichwiese beschlossen. Thomas Quittek, Sprecher des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) Dortmund, sieht das kritisch. „Wir brauchen jede Grünfläche, die wir kriegen können“, erklärt er.

Doch für Ersatz sei gesorgt, sagt die Stadt. „Der Bebauungsplan setzt eine extensive Dachbegrünung zwingend fest“, sagt Stadt-Pressesprecher Maximilian Löchter. Auch eine Fassadenbegrünung an der Westseite sei geplant. Die Hängeblutbuche sowie weitere „bestimmte vorhandene Bäume“ sollen erhalten bleiben. Zusätzlich werden Hecken und Bäume gepflanzt.

Die Verkehrsführung bleibt erhalten

Den ökologischen Ausgleich wird es allerdings nicht direkt in Dorstfeld geben. „Im direkten Umfeld konnte keine geeignete Fläche identifiziert werden“, so Löchter. Stattdessen werde es eine Ausgleichsfläche zwischen Dorstfeld und Marten an der Straße „In der Meile“ geben.

„Es ist schlecht, dass die Ausgleichsfläche nicht direkt im Stadtteil sein wird“, sagt Thomas Quittek. Ebenso kritisch sieht er den Bau von oberirdischen Parkplätzen, die keine weitere Begrünung zulassen. Stadt und Projektentwickler planen 70 Stellplätze und zwei Flächen für Fahrradstellplätze. „Es wird zwei Zufahrten geben, eine von der Arminiusstraße und eine von der Spicherner Straße aus“, sagt Maximilian Löchter. „Über letztere wird gemäß Verkehrsprognose nur ein geringer Teil der Kundenverkehre fließen, allerdings auch die Anlieferung.“

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