Der 66-jährige Rentner Bernhard "Bernie" Wotzlaw lebt auf der Straße. © Robin Albers
Obdachlosigkeit

„Auf einmal der Organismus zusammengebrochen“ – Wohnungslos in der Pandemie

Durch Corona ist das Leben auf der Straße erschwert worden. Und im Winter werden die Probleme noch größer. Ein Wohnungsloser aus Dortmund erzählt, wie er die Pandemie erlebt.

Bernhard Wotzlaw achtet auf sein Äußeres, entgegen allen Klischees. Für den Fototermin mit unserem Reporter habe er sich extra rasiert, berichtet er stolz. Sein Weihnachtspullover ist in gutem Zustand, die Hände schmücken diverse Ringe. Sein Besitz. Der 66-Jährige lebt seit etwa einem Jahr in Dortmund auf der Straße. Er ist wohnungslos.

Kontakt zur lokalen „Wohnungslosen-Szene“ habe er aber schon länger gehabt – viele seiner Freunde und Bekannten leben auf der Straße. Bevor Bernhard Wotzlaw auf der Straße gelandet ist, hat der Rentner in einer Wohnung in Brambauer gewohnt. Wie er sie verloren hat, wird nie so wirklich deutlich im Laufe von mehreren Treffen, die unser Reporter in diesem Corona-Winter mit ihm hatte, um dem Thema Obdach- und Wohnungslose in der Pandemie ein Stück näher zu kommen.

Einmal erzählt Wotzlaw von einem Immobilienverkauf, der schief gelaufen sei und ihn aus seiner Wohnung katapultierte. Aber näher kommt man da nicht dran. Obwohl „Bernie“, wie Wotzlaw auch genannt wird, ein durchaus netter und gesprächiger Mann ist, der sein Herz auf der Zunge trägt.

Wer Bernie trifft, dem fällt schnell auf: Der 66-Jährige hat eine sehr positive Einstellung zum Leben. Er sprüht nur so vor Optimismus und Selbstbewusstsein. So sehr, dass man glatt vergessen könnte, dass er auf der Straße lebt.

Corona macht das Problem sichtbarer

Unser Reporter trifft ihn zum Jahresende 2020 mehrere Male am Dortmunder U. Am U-Turm steht das Zelt der „Winter-Nothilfe“. Seit der Eröffnung im November 2020 ein Dreh- und Angelpunkt für viele Wohnungslose. Denn die Hilfe für die Menschen wurde runtergefahren, viele Hilfseinrichtungen und Anlaufstellen sind oft ganz geschlossen. Die Wohnungslosen sind zum Großteil auf sich allein gestellt.

Jetzt, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, zeigt sich das Problem nochmal in seiner vollen Härte: Viele Wohnungslose verbringen Tag und Nacht draußen in der Kälte – ohne sich irgendwo aufzuwärmen.

Obdachlos oder wohnungslos?

Die Begriffe „obdachlos“ und „wohnungslos“ werden oft in einem Atemzug genannt. Dabei gibt es einen Unterschied:

  • Menschen, die keinen festen Schlafplatz haben, also auf der Straße leben, sind obdachlos.
  • Wohnungslos sind hingegen Leute ohne eigene Wohnung, die jedoch beispielsweise bei Freunden auf der Couch schlafen können oder in einer Notunterkunft übernachten.

Gefühlt sind mehr wohnungslose Menschen als vor der Pandemie auf Dortmunds Straßen unterwegs: Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit sind sichtbarer geworden. Die Menschen können sich eben nicht in den Einrichtungen aufhalten, sondern sind überwiegend draußen.

Obdachlose sind die Nobodys der Gesellschaft

Bernhard Wotzlaws sonst so positive Stimmung schlägt um, wenn es um die allgemeine Wahrnehmung von Wohnungslosigkeit geht. Der 66-Jährige hat den Eindruck, dass obdachlose Menschen in der Corona-Pandemie oft vergessen werden.

Das überrasche ihn nicht, „das war eigentlich schon immer so“, meint er. Er fühle sich häufig wie „so ein Nobody, der durch die Stadt tickt“.

Die Menschen würden oft nicht an ihn oder andere Wohnungslose herantreten wollen, ekelten sich vor ihnen, fürchteten Ansteckungen mit Krankheiten, dächten, dass alle ständig besoffen seien. Sein Gefühl: „Wie eine leere Getränkedose, so wird man rumgeschubst“.

Durch Corona seien die Wohnungslosen noch mehr von der Allgemeinheit verstoßen worden: „Das sind so die zwei unterschiedlichen Gesellschaftsformen, die im Augenblick so markant gegeneinander zu erkennen sind“, beschreibt Wotzlaw seine Eindrücke.

Sein Freund war schon „ziemlich kaputt“

Der 66-Jährige raucht viel. Und das schon eine lange Zeit, das hört man an seiner Stimme. Bei den Gesprächen mit unserem Reporter dreht er sich eine Zigarette nach der anderen.

Oft muss Wotzlaw stark husten, vermutlich kommt das vom Rauchen. Es könnte aber auch vom „Platte machen“ kommen – so wird das Schlafen auf der Straße im Jargon genannt.

Der 66-Jährige ist starker Raucher, meistens dreht er sich Zigaretten selbst.
Der 66-Jährige ist starker Raucher, meistens dreht er sich Zigaretten selbst. © Robin Albers © Robin Albers

„Bernie, was glaubst du, wie wird der weitere Winter für Wohnungslose?“, ist eine der ersten Fragen, die unser Reporter ihm stellt. Wotzlaw nimmt einen langen Zug von seiner Zigarette. Ein nachdenklicher, ernster Blick ist auf seinem Gesicht zu sehen, bevor er den blauen Dunst ausatmet.

„Der Winter wird auf jeden Fall härter werden“, erwidert er. Das hat er schon selbst zu spüren bekommen, in den letzten Monaten seien vier Leute gestorben, die ihm nahestanden. Bei ihnen sei „auf einmal der Organismus zusammengebrochen“. Dabei muss er besonders an seinen Freund „Olli“ denken.

Olli habe sich übernommen. Sein Körper sei damit überfordert gewesen, Tag und Nacht bei Wind und Wetter draußen zu sein. Besonders tragisch: Olli sei „drauf und dran“ gewesen, eine Wohnung zu beziehen. Bei dem letzten Gespräch hatte Wotzlaw den Eindruck, dass sein Freund schon „ziemlich kaputt“ gewesen sei. „Er wusste nicht, ob er die Nacht durchsteht“, habe er dem 66-Jährigen erzählt.

„Der Allgemeinzustand von Wohnungslosen ist generell schlechter, sie können Infekte oder Erkrankungen oft nicht optimal auskurieren, einige gehen nicht zum Arzt, manchmal bleiben Erkrankungen unentdeckt“, so Alexandra Gehrhardt, Redakteurin beim Straßen-Magazin „Bodo“, das von Wohnungslosen verkauft wird.

Die Kälte im Winter bringe diese eh schon schlechten Voraussetzungen auf ein lebensgefährliches Level.

Kälte im Corona-Winter ist lebensgefährlich

Bernhard Wotzlaw ist sich sicher, dass in diesem Winter mehr Wohnungslose auf der Straße sterben werden. „Da brauchen wir gar nicht drüber diskutieren, das wird so kommen“, erzählt Wotzlaw.

Viele würden sich, wenn es kälter wird, zum Beispiel „einen trinken und so“, um die Nacht auf Straße rumzubekommen. Dann kann es sein, dass sie erfrieren – weil sie gar nicht mehr merken, dass es zu kalt ist und ihr Körper schlapp macht.

Dass das fatale Folgen haben kann, hat sich unter anderem unlängst in Hamburg gezeigt: Dort sind im Winter 2020/2021 schon 13 wohnungslose Männer gestorben. Ein Zusammenhang zu den corona-bedingten Einschränkungen der Wohnungslosenhilfe wird von Experten nicht ausgeschlossen.

Die Stadtverwaltung von Dortmund kann auf Nachfrage keinen der verstorbenen Bekannten von Bernie bestätigen. Ihnen sei lediglich ein Todesfall im Wohnungslosen-Milieu bekannt, der 32-jährige Teddy, der laut Stadt „ursächlich an einer Überdosis verstarb“.

Todesfälle im Zusammenhang mit dem Leben auf der Straße werden in Dortmund nicht allerdings nicht zentral oder systematisch erfasst. Oft sind es Hilfeeinrichtungen, die von Todesfällen unter ihren Klienten erfahren. Beim Straßenmagazin Bodo weiß man zwei von verstorbenen Wohnungslosen.

Notschlafstellen: „Regeln wie im Knast“

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum überhaupt auf der Straße geschlafen werden muss. Die Stadt Dortmund teilte auf Nachfrage mit, dass Übernachtungsmöglichkeiten für Obdachlose in Dortmund „ausreichend vorhanden“ seien. Und: „Wer ein Dach über dem Kopf sucht, nicht draußen schlafen und sich somit auch keinen Gefahren zum Beispiel durch die Kälte aussetzen möchte“, der finde auch ein entsprechendes Angebot.

Wie viele Obdachlose und Wohnungslose gibt es?

Der Zugang zu den städtischen Einrichtungen ist mit Regeln verbunden. Zum Beispiel können nur in Dortmund gemeldete Bürger dauerhaft in einer Notschlafstelle unterkommen.

Viele Wohnungslose wollen auch nicht in den städtischen Einrichtungen schlafen, auch wenn sie es könnten, weil sie schlechte Erfahrungen gemacht haben – oder psychische Probleme haben.

Auch Bernhard Wotzlaw ist nicht eben angetan von den Notschlafstellen. Seine Wahrnehmung: Es herrschten „Regeln wie im Knast“ und unhygienische Zuständen, es gebe zu kleine Zimmer mit Hochbetten. Deshalb schlafe er lieber auf der Straße.

Viele Hilfseinrichtungen fordern seit geraumer Zeit, dass sich bei den Dortmunder Schlafmöglichkeiten etwas tun muss, weil der Bedarf hoch ist, und die bereits existierenden Angebote oft nicht greifen. Das Gast-Haus, Bodo und das Team vom Wärmebus haben sich deshalb zusammengetan und eine Notschlafstelle in einem Hotel in der Innenstadt eingerichtet, das wegen Corona sowieso keine Gäste beherbergen darf. Dort gibt Schlafplätze, die mit weniger Hürden verbunden sind.

Und auch andere Akteure sind im Corona-Winter aktiv geworden: Wegen des Wintereinbruchs mit starken Schneefällen und Minustemperaturen im Februar hat die Stadt niederschwellige Schlafstellen in einer Flüchtlingsunterkunft angeboten. Und Wohnungslose dürfen in Teilen des Hauptbahnhofs schlafen – vorher war das untersagt, auch bei niedrigen Temperaturen.

Draußen schlafen kennt er „von der Pfadfinderei“

Der 66-jährige Bernhard Wotzlaw macht sich um sich selbst keine Sorgen, wenn es um einen Schlafplatz geht. Draußen schlafen sei kein Problem. „Das macht mir nicht viel aus, ich habe mittlerweile viele gute Sachen zusammen: zwei Schlafsäcke, Decken, Luftmatratzen, sogar ein Zelt“, erzählt er.

Bei den Gesprächen mit unserem Reporter hat er diese Sachen aber nicht dabei, nur ein paar Dinge auf dem Gepäckträger seines kaputten Fahrrades, bei dem unter anderem die Pedale fehlen. Wo er sein Equipment aufbewahrt, erzählt er nicht.

Oft ist Wotzlaw am Dortmunder U anzutreffen – er ist Dauergast im Winter-Nothilfe-Zelt.
Oft ist Wotzlaw am Dortmunder U anzutreffen – er ist Dauergast im Winter-Nothilfe-Zelt. © Robin Albers © Robin Albers

Draußen schlafen – „für mich ist das eine gesunde Sache“, so die selbstbewusste Haltung zu dem Thema. Wo Experten von einer Lebensgefahr sprechen, berichtet Bernie davon, dass er das ja alles „von der Pfadfinderei“ kennen würden.

Bernie erzählt außerdem, dass er besser als andere Obdachlose aufgestellt sei, da er ja auch bei seiner Freundin übernachten könnte. Wotzlaw strahlt, als er erwähnt, dass sie schon eineinhalb Jahre zusammen sind.

In der Zeit, in der sich unser Reporter mehrfach mit Wotzlaw trifft, ist von seiner Freundin allerdings keine Spur. Er habe die kalten Nächte draußen verbringen müssen. Deshalb ist er jeden Tag“ beim Winter-Nothilfe-Zelt am U. Der 66-Jährige hofft, dass seine Freundin dort aufschlägt. Ein Mobiltelefon, mit dem er sie anrufen könnte, besitzt er übrigens nicht.

Plötzlich gab es kein Geld mehr

Die Corona-Versorgungslücke zeigt sich auch in anderen Lebensbereichen. In diversen Anlaufstellen wie zum Beispiel dem Gast-Haus oder der Zentralen Betreuungsstelle (ZBS), in der das Diakonische Werk Betreuungsarbeit leistet.

Sozialarbeiter helfen hier Wohnungslosen bei Anträgen, finanziellen und rechtlichen Belangen, viele haben dort eine Postadresse. Vor Corona konnten die Menschen mit ihren Anliegen vorbeikommen und auch ohne einen Termin kurzfristig Hilfe bekommen, wenn es mal brenzlig wurde.

Seit der Pandemie müssen sie feste Termine vereinbaren oder sich nach eingeschränkten Öffnungszeiten richten – was sicher nötig ist, aber dem unvorhersehbaren Leben auf der Straße nicht wirklich entgegenkommt, wie Bernie meint.

„Wir sind ja ganz kleine Leute, die noch nicht mal selber einen Antrag stellen können“, erklärt Wotzlaw. Das bedeute nicht unbedingt, dass er sich nicht selbst um seine Angelegenheiten kümmern können. Oft scheitere es schon an einem nicht vorhandenen Telefonanschluss.

Ein weiterer Punkt: Auch Wohnungslose und Obdachlose bekommen wichtige Briefe, die bearbeitet werden müssen – sonst hat das Folgen.

Das hat Bernhard Wotzlaw auch schon selbst erfahren müssen. Der 66-Jährige ist Rentner, seine Post wird zur ZBS geschickt. Zum Monatswechsel November/Dezember wurde ihm jedoch keine Rente überwiesen, weil bei der Rentenkasse ein Fehler unterlaufen sei, berichtet er.

Wotzlaw konnte „wegen der Corona-Einschränkungen“ nicht rechtzeitig auf den Brief reagieren. Er stand also erstmal ohne ein monatliches Einkommen da. Und das braucht er. Denn es ist mitnichten so, dass Wohnungslose nur von Almosen leben.

Sind Obdach- und Wohnungslose Bettler?

Oft wird auch die Bezeichnung „Bettler“ als Synonym für Obdachlose gesehen – allerdings bettelt nicht jeder obdachlose Mensch in der Fußgängerzone um Geld, und nicht jeder Bettler schläft auf der Parkbank im Freien.

Viele von Armut betroffene Menschen nutzen das Betteln, um zum Beispiel ihre Hartz IV-Bezüge aufzustocken – auch wenn sie in einer Wohnung leben.

Wie jeder andere Mensch haben sie laufende Kosten: Für Kleidung, die durch das Leben auf der Straße schneller verschleißt, für den Waschsalon oder für Nahrung. Um über die Runden zu kommen, hat sich Bernhard Wotzlaw Geld geliehen. Begeistert ist er davon nicht.

„Es gibt Leute, die noch Geld von mir kriegen“, gesteht Bernie ein. Seine Befürchtung: „Die unterstellen mir dann, dass das mit meiner Rente nicht stimmt“, dass er sie einfach nur nicht bezahlen will. Es könnte sein, dass er sich „eine rote Nase holt“. Was das bedeutet, zeigt sich später.

Risiko-Multiplikator Corona

Neben all den Problemen, die Pandemie und Winter für Obdach- und Wohnungslose mit sich bringen, bleibt natürlich auch noch das Risiko des Coronavirus selbst. Bernhard Wotzlaw weiß, wie groß das ein Problem ist: „Wir nehmen ja alles von Hand zu Hand an, zum Teil trinken wir aus der gleichen Flasche.“

Als Obdachloser Menschen gänzlich zu meiden, sei zudem nahezu unmöglich. Und wer auf der Straße lebt, könne im Falle einer Infektion – falls diese überhaupt bemerkt würde – natürlich schlecht in Quarantäne gehen.

Bernhard Wotzlaw hat sich für den Fototermin mit unserem Reporter extra zurecht gemacht.
Bernhard Wotzlaw hat sich für den Fototermin mit unserem Reporter extra zurecht gemacht. © Robin Albers © Robin Albers

Aber auch bei diesem Thema kommt wieder der typische „Bernie“ durch: Der 66-Jährige macht sich natürlich nur um seine Kollegen einen Kopf. Wenn es um ihn selbst geht, zeigt er sich gänzlich unbesorgt. „Ich bin ja ein fitter Typ!“

Die Einen bedanken sich, die Anderen schlagen zu

Mit seiner optimistischen Sicht auf das Leben findet er unter den Obdachlosen und Wohnungslosen in Dortmund viel Anklang. Mehrfach werden die Gespräche, die unser Reporter mit Bernie am Dortmunder U führt, unterbrochen. Er wird gegrüßt oder um Rat gefragt.

Eine dieser Unterbrechungen war besonders interessant: Ein junger Mann, vielleicht 20 Jahre alt, aber sehr vom Leben gezeichnet, kam schüchtern auf Wotzlaw und unseren Reporter zu.

Stolz berichtete er Bernie von seinem Termin beim Gast-Haus, er möchte sich um Hilfe kümmern. Er bedankt sich mit einer Schachtel Zigarillos bei dem 66-Jährigen, er habe ihm wohl bei der Terminvereinbarung geholfen. Mit einem „I love you, Bitteschön!“ verabschiedet sich der junge Mann von Bernie.

Wotzlaw verliert seinen Optimismus selbst dann nicht, wenn es ihn hart trifft: Zu dem letzten Gespräch mit unserem Reporter kommt er humpelnd. Der 66-Jährige hat mehrere Pflaster im Gesicht und sein Arm ist in einem Gips, seine Jacke kann er deshalb nur auf die Schultern legen.

Bernie hat eine „rote Nase“ bekommen, er ist in der Nacht überfallen und zusammengeschlagen worden und musste ins Krankenhaus. „Das kommt schon mal vor, wenn man auf der Straße schläft“, ist seine leichtfällige Erklärung für den Vorfall.

Zigaretten drehen kann Bernie zu dem Zeitpunkt erstmal nicht mehr. Kein Problem, ein anderer Obdachloser reicht ihm wohlwollend eine Kippe, als er fragt. Er wolle jetzt erst Mal etwas in dem Winter-Nothilfe-Zelt essen. Dann hofft er, dass seine Freundin vorbeikommt. Die habe er nämlich schon wirklich eine längere Zeit nicht mehr gesehen.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
1990 im Emsland geboren und dort aufgewachsen. Zum Studium nach Dortmund gezogen. Seit 2019 bei den Ruhr Nachrichten. Findet gerade in Zeiten von Fake News intensiv recherchierten Journalismus wichtig. Schreibt am liebsten über Soziales, Politik, Musik, Menschen und ihre Geschichten.
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Robin Albers

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