Aus dem alten Feuerwehrgerätehaus wird das neue Kulturzentrum - Am Steigerturm geht‘s los

mlzFeuerwehrgerätehaus Steigerturm

Konzerte laufen schon seit einiger Zeit, Ausstellungen auch. Die Pläne für einen Umbau gibt es auch schon seit längerer Zeit. Jetzt ist es endlich soweit, es kann losgehen am Steigerturm

Berghofen

, 30.05.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn der erste Vorsitzende des Vereins „Unsere Mitte Steigerturm“, Winfried Liebig, sich zurücklehnt und sagt, „ich weiß gar nicht, was ich in der nächsten Zeit tun soll“. Dann ist etwas Großes passiert. Und das Große ist in diesem Fall die Unterschrift unter den Erbpachtvertrag mit der Stadt Dortmund, die das alte Feuerwehrgerätehaus, den Steigerturm, in den Besitz des Vereins übergehen lässt. Der Finanzausschuss der Stadt Dortmund hat das schon abgenickt.

Und die noch bessere Nachricht: Das Geld für den Umbau ist so gut wie zusammen. Förderprogramme, Unterstützung durch die Bezirksvertretung in Aplerbeck und die Spenden zahlreicher Bürger machten es möglich, den Betrag von über 600.000 Euro zu stemmen, die der Umbau des alten Hauses kosten wird.

Fünf Jahre von der Idee bis zur Umsetzung

Lediglich fünf Jahre hat es gedauert, bis das Projekt jetzt bereit ist, umgesetzt zu werden. Alles fing 2014 mit einer Idee an. Denn, der Steigerturm, in dem bis 2015 tatsächlich noch die Freiwillige Feuerwehr Berghofen untergebracht war, stand aufgrund eines Neubaus der Feuerwache leer. Was tun mit dem alten Gebäude? „Erhalten“, war das Motto des neu gegründeten Vereins „Unsere Mitte Steigerturm“.

„Nach vielen Enttäuschungen was Fördermittel angeht und abgelehnten Landesprogrammen ist die Finanzierung jetzt konkret“, sagt Liebig. Die entscheidende Wende in finanzieller Hinsicht gab es 2018. Zunächst stellte die Sparkasse die Unterstützung des Projektes in Aussicht, und dann war es auch die Reinoldi-Gilde, die Hilfe zusagte.

Gespräche mit Wohlfahrtspflege und Heimatministerium

Zuletzt gab es Gespräche mit der NRW-Stiftung und der Wohlfahrtspflege NRW; und dann gibt es noch den Antrag auf finanzielle Förderung beim Heimatministerium NRW. Und jetzt steht sie, die Finanzierung. Zumindest gibt es dazu positive Signale nach intensiven Beratungen. Gerade rechtzeitig um das gesteckte Ziel für einen Umbau nicht aus den Augen zu verlieren. Im Spätherbst 2020 soll der neue Steigerturm fertig sein. Mit einem umgebauten „Konzertsaal“ im Erdgeschoss, Kulturräume in der ersten Etage, einem Aufzug und barrierefreien Sanitäranlagen in einem kleinen Anbau.

Aus dem alten Feuerwehrgerätehaus wird das neue Kulturzentrum - Am Steigerturm geht‘s los

Im hinteren Bereich des Steigerturms wird es einen kleinen Anbau geben. © Jörg Bauerfeld

Jetzt ist es ja nicht so, dass man die Fördergelder einfach so bekommt. Man muss Aufgaben erfüllen. „Unser Pfund ist dabei, dass der Steigerturm ein Treffpunkt für Berghofen ist“, sagt Liebig. Auch das kulturelle Angebot muss stimmen - und die Mitwirkung der Bürger. Daran wird jetzt gearbeitet. Denn, um die ehrenamtlichen Mitarbeiter „anzuwerben“, die es braucht, um im Berghofer Steigerturm ein Kulturzentrum betreiben zu können, braucht es nun auch wieder Manpower. Und hier muss Winfried Liebig dann doch auch wieder mit ran.

Lesen Sie jetzt