Aus diesen Stadtteilen in Dortmund meldet die Polizei besonders viele Straftaten

mlzStatistik

Fast täglich gibt es Mitteilungen über Straftaten in der Innenstadt. Wir haben nicht nur diese ausgewertet. Sondern auch, aus welchen Stadtteilen es sonst die meisten Polizei-Nachrichten gibt.

Dortmund

, 08.01.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mitteilungen zu mehr als 150 Straftaten in Dortmund hat unsere Redaktion in den vergangenen drei Monaten ausgewertet. Je nach Art des Tatverdachts ergeben sich lokale Schwerpunkte. Im Norden der Stadt gab es vermehrt Brandstiftungen, Einbrüche wurden vermehrt aus dem Süden veröffentlicht.

Auch wenn die Auswertung nur bedingt repräsentativ ist, sind Unterschiede innerhalb der Stadt durchaus erkennbar. „Natürlich müssen wir als Pressestelle eine Auswahl treffen“, betont Polizeisprecher Oliver Peiler: Von rund 60.000 Straftaten in Dortmund würden pro Jahr etwa 1000 Fälle veröffentlicht.

Werten wir nun die Veröffentlichungen der aus, ergibt sich folgendes Bild:

Exakt aus der Hälfte der 88 offiziellen Dortmunder Stadtteile sind in den drei beobachteten Monaten keinerlei Mitteilungen zu Straftaten veröffentlicht worden. Derjenige der 12 Stadtbezirke mit den wenigsten Erwähnungen ist Huckarde. Nur zwei von mehr als 150 Straftaten spielen dort.

Oliver Peiler betont, dass das nicht bedeutet, dass diese kaum oder gar nicht genannten Stadtteile grundsätzlich sicherer seien als andere. Es könne schließlich durchaus sein, dass in den Monaten vor der Recherche mehrere Raubüberfälle aus diesen Bereichen gemeldet wurden. Allerdings: Vororte mit wenig Nachtleben seien sicherlich ruhiger als andere.

Das unrühmliche Siegerpodest unseres Rankings bilden die Stadtteile Mitte (29 Fälle, inklusive Hauptbahnhof) und Nordstadt (12) sowie Unionviertel (10). Mit den in der Liste folgenden Gebieten Hafen und Kaiserstraßenviertel (je 8) liegen alle im Innenstadtbereich. Die ersten äußeren Stadtteile sind Lütgendortmund (7) und Marten (6) sowie Hörde und Eving (beide je 5).

Themen wie Stadtteilentwicklung, Bevölkerungsstruktur oder Einfluss von Wirtschaft seien in Zusammenhang mit Kriminalität sehr komplex und Gegenstand mehrerer wissenschaftlicher Arbeiten, sagt Oliver Peiler. Die Auswertung der Polizei-Pressemitteilungen könne dabei nur am Rand der Thematik kratzen.

„Die Auswahl unserer Presseveröffentlichungen orientiert sich auch an verändertem Täterverhalten“, so der Leiter der Pressestelle. Treten zum Beispiel neue Betrugsmaschen auf, wird die Bevölkerung darüber informiert.

Über Kontrollen von Drogendealern mit kleineren sichergestellten Rauschgiftmengen gebe es hingegen eher keine öffentliche Mitteilung.

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