Ausbau trotz leerer Kassen ?

barop Der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland lehnt den umstrittenen Ausbau des Gardenkamps zwischen der Stockumer Straße und der Universität ab und fordert die Politik auf, die Millionen-Investition zumindest aufzuschieben.

24.08.2007, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Sprecher der Bund-Kreisgruppe Dortmund, Thomas Quittek, erklärte gestern, dass Politik und Verkehrsplaner zunächst den Anschluss der Emil-Figge-Straße in Eichlinghofen an die Bundesstraße 1 abwarten sollten.

Diese wichtige Schnittstelle könne Folgen für das Verkehrsaufkommen auf dem Gardenkamp haben. "Die Anbindung würden den Anwohnern an der Palmweide mehr Entlastung bringen als der Gardenkamp-Ausbau", so Quitteks Analyse. Wie berichtet, soll mit dem Gardenkamp-Neubau die Palmweide entlastet werden - ein Versprechen, dem sich vor allem die SPD verpflichtet fühlt. Verpflichtet sei die Stadt aber auch den Finanzen und den Prioritäten, moniert Quittek. So sei der Gardenkamp-Ausbau bei weitem nicht so wichtig wie eine Entlastungsstraße über das Gelände der Westfalenhütte - auch "angesichts leerer Kassen".

Umstritten ist der Gardenkamp-Ausbau nicht nur bei Umweltschützern oder unter finanziellen Aspekten - auch die Anwohner des Neubaugebiets wollen die Durchreise von rund 15 000 PKW an Werktagen verhindern, weil die neue Fahrbahn ihre Gärten flankieren würde. ban

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