Stille auf der B1: Diese Aufnahme stammt vom ersten Abend der Ausgangssperre im April. © Kevin Kindel
Bilanz des Ordnungsamtes

Ausgangssperre bringt der Stadt Dortmund über 180.000 Euro ein

In 32 Nächten durften die Dortmunder ihre Wohnung nur mit gutem Grund verlassen. Jetzt zieht das Ordnungsamt eine Bilanz der Ausgangssperre - manche Personen brachte sie sogar hinter Gittern.

Ziemlich genau einen Monat lang hat in Dortmund die Ausgangssperre gegolten, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen. Die 7-Tage-Inzidenz ist in diesem Zeitraum von 208 auf 53 gesunken, sodass Ende Mai deutliche Lockerungen möglich wurden.

Die allermeisten Dortmunder haben sich vorbildlich an die abendlichen Einschränkungen gehalten – oder sie sind zumindest nicht erwischt worden. Auf Anfrage unserer Redaktion teilt die Stadtverwaltung mit, dass von 24. April bis 26. Mai insgesamt in 3034 Fällen Personalien festgestellt worden seien.

Mehr als 1200 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten

Beim Großteil ist es offenbar bei Ermahnungen geblieben. 1224 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten habe man verzeichnet, berichtet Sprecher Christian Schön. In der Regel zieht dies ein Bußgeld von 150 Euro nach sich.

405 Platzverweise wurden erteilt, 15 Verwarngelder von normalerweise je 55 Euro wurden berechnet. Rechnet man diese Regelsätze zusammen, kommt man auf 184.425 Euro, die die Stadt Dortmund eingenommen hat.

Nicht alle Personen zeigten sich dabei gegenüber den Ordnungshütern einsichtig. Sieben Menschen mussten wegen Missachtung der Ausgangssperre und entsprechend widerspenstigem Verhalten in Gewahrsam genommen werden, wie das Ordnungsamt mitteilt.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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