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Ausstellung 'Kleider machen Leute' im MKK

Ein Bischof in Ballonseide, eine Domina im Schlafanzug, ein Bänker, der die Hosen runterlässt - Herlinde Koelbl hat Menschen in ihrer Arbeitskluft und privat fotografiert. Herausgekommen sind 70 beeindruckende Doppelporträts. Sie sind bis 2. März 2014 im Museum für Kunst und Kulturgeschichte an der Hansastraße zu sehen. Ein Foto-Rundgang mit der Fotografin.
29.11.2013
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In Aktion (rechts) trägt der Sumo-Ringer einen seidenen Gürtel. Schultern zurück, der Körper ist angespannt, der Blick ist angriffsbereit nach vorne gerichtet. Privat schlüpft er in eine Art Schlafanzug. Er ist entspannt, locker, grinst über beide Wangen.© Foto: Oliver Schaper
Der damalige Bischof von Regensburg, Gerhard Ludwig Müller ist eines von Koelbls Lieblingsporträts: In seinem Bischofsgewand hält er den Kopf hoch, die Schultern sind zurück, die Hände wie zum Gebet gefaltet. Seine Körperhaltung verleiht ihm Autorität. Privat schlüpft er in einen Trainingsanzug. Jetzt sieht er aus wie ein netter Onkel.© Foto: Oliver Schaper
So sieht also eine Domina privat aus. Vorgaben machte Koelbl bei ihren Porträts nicht - bis auf eine: »Der Blick muss direkt sein, damit ein Dialog entsteht.«© Foto: Oliver Schaper
Koelbl hat die mehr als 70 Protagonisten bewusst vor einem neutralen Hintergrund fotografiert: „Im normalen Umfeld lenkt zu viel ab. Mir ging es darum, die Verwandlung zu zeigen.“© Foto: Oliver Schaper
Die Schornsteinfegerin als Girlie: „Es ist, als wenn sich ein Schalter umlegt“, beschreibt Koelbl ihre Beobachtungen. Die Menschen lassen die Schultern hängen, die berufliche Autorität geht verloren.© Foto: Oliver Schaper
Durch die Uniform, die Tracht, die Standeskleidung verändert sich die Haltung der Menschen. »Das Selbstbewusstsein wird größer, weil sie wer sind.« Der Herr links fühlt sich offensichtlich jedoch auch oben ohne wohl.© Foto: Oliver Schaper
Ob Geisha-Kostüm, Pilotenuniform oder Bergmannskleidung: In Berufskleidung fällt man auf, tritt aus der Masse heraus.© Foto: Oliver Schaper
Die Menschen sollten zum Fototermin das mitbringen, was sie privat auch wirklich anziehen: Trainingsanzug, Hausschuhe, einen alten, löchrigen Pulli - auf Nonnen hat das offenbar eine durchaus entspannende Wirkung.© Foto: Oliver Schaper
Vier Jahre lang arbeitete Fotografin Herlinde Koelbl an den Porträts. Die Protagonisten stammen aus Deutschland, England, Äthiopien, der Mongolei und aus Japan.© Foto: Oliver Schaper
Dieser Offizier der schweizer Luftwaffe sieht privat eher nach einer Alpenausgabe von Richard Gere aus.© Foto: Oliver Schaper
Koelbl hat die mehr als 70 Protagonisten bewusst vor einem neutralen Hintergrund fotografiert: „Im normalen Umfeld lenkt zu viel ab. Mir ging es darum, die Verwandlung zu zeigen.“© Foto: Oliver Schaper
hön“, sagt Koelbl.
Durch die Uniform, die Tracht, die Standeskleidung verändert sich die Haltung der Menschen.© Foto: Oliver Schaper
Autorität kann man auch ausziehen, beweist das Porträt dieses mongolischen Generals.© Foto: Oliver Schaper
Zu sehen sind die Fotos bis zum 2. März 2014 im Museum für Kunst- und Kulturgeschichte Dortmund, Hansastraße 3.© Foto: Oliver Schaper
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