Auto krachte in Haltestelle

DORTMUND Nur dem Zufall ist es wohl zu verdanken, dass ein Verkehrsunfall am 2. März in Mengede keine Schwerverletzten oder gar Toten forderte. "Sie haben riesiges Glück gehabt." Diesen Satz hörte der Unfallfahrer (21) im Verlaufe seines gestrigen Prozesses vor dem Amtsgericht gleich mehrfach.

von Von Martin von Braunschweig

, 11.10.2007 / Lesedauer: 2 min

An jenem Nachmittag war der junge Mann mit etwa Tempo 70 über die Rigwinstraße gerast. Erlaubt waren 30 Stundenkilometer. Dann ging alles ganz schnell. Der Wagen geriet ins Schleudern und knallte schließlich gegen eine Bushaltestelle. Mehrere Personen wurden von Glassplittern verletzt.

"Ich konnte gerade noch meine Jacke hochreißen und mich schützen", erinnerte sich ein elfjähriger Schüler gestern im Zeugenstand. Und sein Freund (13) ergänzte: "Ich hörte Reifen quietschen, und dann lag ich auch schon auf dem Boden." Auch er wurde zur leicht verletzt. Am Schlimmsten traf es eine 75 Jahre alte Frau. Mit Splittern im Auge musste sie ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Der Angeklagte entschuldigte sich bei den Betroffenen. Er habe es eilig gehabt, weil er versprochen hatte, für die Geburtstagsfeier seiner Mutter einzukaufen: "Ich war schon auf dem Rückweg, als ich merkte, dass ich das Brot vergessen hatte." Richter Gerhard Breuer beließ es letztlich bei einer Geldstrafe von 800 Euro und weiteren drei Monaten Führerschein-Sperre.

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