An der Abfahrt Holzwickede beginnt der Ausbau der B1 in Richtung Dortmund. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Bau von Lärmschutzwänden. © Schaper
Große Baumfäll-Aktion

Autobahn-Ausbau beginnt: Die B1 wird zur Baustelle

Staus auf der A40/B1 gehören zum Alltag. 2021 könnte es vor allem im Dortmunder Osten eng werden: Die wichtigste Straße der Stadt wird hier zur Baustelle. Das sind die aktuellen Planungen.

Meterhohe Lärmschutzwände wurden schon im vergangenen Jahr entlang der A40 im Bereich Holzwickede hochgezogen. Sie sind ein Vorgeschmack auf die Umgestaltung, die die A40 im weiteren Verlauf durch den Dortmunder Osten vor sich hat.

Und dafür laufen in Kürze vorbereitende Arbeiten an: Auf der Nordseite der A40 werden auf dem sechs Kilometer langen Abschnitt zwischen der Abfahrt Holzwickede/Flughafen und dem Hauptfriedhof ab 11.1. (Montag) auf einem bis zu neun Meter breiten Streifen Bäume gefällt und Sträucher entfernt.

B1 bekommt sechs statt wie bisher vier Spuren

Bis Ende Februar sollen und müssen die Rodungsarbeiten beendet sein. Denn ab März greift das Bundesnaturschutzgesetz mit einem Fäll- und Schnittverbot zum Schutz für brütende Tiere.

Der Grund für die Rodungs-Aktion: Die B1 wird in den nächsten Jahren in Richtung Norden erweitert, um Platz für künftig sechs statt vier Fahrspuren zu schaffen. Der eigentliche Ausbau beginnt nach den Plänen von Bauherr Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) im zweiten Quartal 2021, also frühestens im April.

Wie schon im Bereich Holzwickede sollen dann im freigeräumten Bereich zuerst die neuen Lärmschutzwände gebaut werden, die Anwohner schon während der Bauarbeiten vor Lärm und Schmutz schützen sollen. Weil Lärmschutz auch für die Südseite der B1 vorgesehen ist, müssen dort später ebenfalls Bäume verschwinden. Die Fällarbeiten dazu sind um den Jahreswechsel 2022/23 geplant.

Voraussichtlich im Laufe dieses Jahres bekommen auch die Autofahrer auf der B1 die Bauarbeiten direkt zu spüren. Denn für den eigentlichen Ausbau der Fahrbahn müssen mit entsprechender Temporeduzierung Fahrspuren verschwenkt und verengt werden. Und das über etwa drei Jahre.

Auch mehrere Brücken müssen saniert, verbreitert oder erneuert werden. Den Anfang hat 2019 schon die Überführung am Buddenacker an der Abfahrt Sölde gemacht, die komplett neu gebaut wurde.

B1-Ausbau soll 2025 fertig sein

2025 soll der Ausbau abgeschlossen sein. Zuletzt steht dabei der Umbau des kurzen Abschnitts zwischen Hauptfriedhof und dem Knoten mit der B236 an. Hier gab es lange Zeit Streit um den Lärmschutz, weil auch entlang der Stadtkrone-Ost hohe Schutzwände entstehen sollen.

Bis zur Stadtkrone-Ost geht der Ausbau der B1. Hier soll zuletzt gebaut werden. © Hans Blossey © Hans Blossey

Inzwischen hofft man, dass die im Plan festgeschriebene Lärmschutzwände durch Bürobauten ersetzt werden können, die das dahinterliegende Wohngebiet vom B1-Lärm abschirmen – so wie aktuell schon das ADAC-Gebäude an der Stadtkrone-Ost.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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