Autofahrer in Dortmund aufgepasst: Neue Verkehrsregelung wegen Abriss einer Bahn-Unterführung

mlzBahn-Baustelle

Im Dortmunder Süden ist das Umleitungsschild im Moment der wichtigste Wegweiser. So auch auf einer Landesstraße zwischen Dortmund und Schwerte. Schuld ist eine Bahnunterführung.

Sölde

, 06.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Verwaltung habe ganz toll reagiert und die Probleme schnell angepackt, sagt Ute Mais von der CDU. Es geht um eine Umleitung und die Verbesserungen an eben dieser. Der Abriss der maroden Bahnunterführung an der Sölder Straße ist der Grund.

Arbeiten an der Unterführung haben begonnen

Am Dienstag (5.11.) haben die Arbeiten dort begonnen. Mit schwerem Gerät geht es dem alten Bauwerk an den Kragen – zumindest in Teilen.

Von der Schwerter Straße führt eine breite Rampe auf den Bahndamm, um auch „von oben“ an die Unterführung zu kommen. Bisher sind das alles vorbereitende Maßnahmen. Mitarbeiter der Donetz sind die ersten, die den Spaten ansetzen durften.

Autofahrer in Dortmund aufgepasst: Neue Verkehrsregelung wegen Abriss einer Bahn-Unterführung

Vorbereitende Maßnahmen laufen an der Unterführung in Sölde © Jörg Bauerfeld

Das war Anfang Oktober der Fall. Zwei bis drei Wochen hat es gedauert. Jetzt wird abgerissen. Unter Vollsperrung der Sölder Straße. Um die Baustelle zu umfahren, ist eine Umleitung eingerichtet.

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Die sorgt aber für Diskussionsstoff. Einmal ging es um die „Fahrbahnverengungen“ auf der Umleitungstrasse, der Kortenstraße.

„Die sind jetzt aber aufgrund unserer Nachfrage für den Zeitraum der Baustelle an der Unterführung zurückgebaut worden“, sagt Ute Mais und ist froh, dass nun eine zügige Umfahrung der Baustelle möglich ist.

Autofahrer in Dortmund aufgepasst: Neue Verkehrsregelung wegen Abriss einer Bahn-Unterführung

Eine "Arbeitsrampe" führt schon auf den Bahndamm. © Jörg Bauerfeld

Dies kommt auch durch eine veränderte Verkehrsregelung, die seit Dienstag (5.11.) greift. Und zwar ist jetzt auf der Schlagbaumstraße aus Sölde kommend in Richtung Kortenstraße eine abknickende Vorfahrt eingerichtet. Gleiches gilt im nördlichen Teil der Kortenstraße auf die Schwerter Straße (in Richtung Sölderholz).

Es gab schon die ersten Unfälle

Hier hat es kurz nach der Einrichtung der „neuen“ Vorfahrt schon zwei Mal gekracht. Zum Glück gab’s nur Blechschäden.

„Die Unfälle sind aber meiner Meinung nach nicht aufgrund der neuen Verkehrsregelung an sich entstanden, sondern, weil die Verkehrsteilnehmer sich noch nicht auf die neue Situation eingestellt haben“, sagt Ute Mais.

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Die aber auch zugibt, dass es durchaus noch einer zusätzlichen Beschilderung bedarf, um die Verkehrsteilnehmer frühzeitig zu warnen. Aber auch hier hat die Verwaltung schnell reagiert, die Schilder stehen.

Auch in den sozialen Netzwerken machte die neue Verkehrsregelung im Dortmunder Süden schon die Runde. Und da gehen die Meinungen durchaus auseinander.

So sehen es die User im Netz

„Es fehlen/fehlten bis vorhin definitiv die Hinweisschilder Vorfahrt geändert, die in diesem Fall Pflicht sind. Nach mehreren !!! Unfällen seit heute Nachmittag scheint das ja auch dringend erforderlich. Die Verkehrsplaner und die ausführenden Mitarbeiter haben(nicht nur da) mal wieder voll versagt“, ist da zu lesen.

Oder auch: „Ich bin gestern Abend auch erst drauf aufmerksam geworden als ich die gelben Streifen schon überfahren hab. Mich beruhigt, dass ich offenbar nicht alleine blind bin.“

Aber es gibt auch diese Meinung: „Manche Menschen müssten mal wieder zum Sehtest“, oder „Wie deutlich willst du es denn noch haben? Da sind GELB REFLEKTIERENDE LINIEN angebracht worden. Einfach mal Verkehrsschilder beachten, nicht weil es immer so war, muss es immer so bleiben. Und das ist mehr als deutlich, dass da jetzt eine abknickende Vorfahrt ist.“

Es wird, wie immer, eine Gewöhnungsphase sein, die dann wieder zu Ende ist, wenn die Bauarbeiten in eine etwa viermonatige Witterungspause gehen. Das wird Ende November der Fall sein.

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