AWO: Erneut Warnstreik

DORTMUND Bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) hängt nach wie vor der Haussegen schief. Grund sind die laufenden Tarifverhandlungen, für die heute bereits die siebte Runde eingeläutet wurde. Die Mitarbeiter befürchten Einkommens-Verschlechterungen, Kürzungen bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Einschnitte bei der betrieblichen Altersvorsorge.

von Von Achim Roggendorf

, 10.09.2007, 11:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Armenspeisung mit Wasser und Brot: AWO-Mitarbeiter streiken für einen neuen Tarifvertrag.

Armenspeisung mit Wasser und Brot: AWO-Mitarbeiter streiken für einen neuen Tarifvertrag.

In Dortmund begleiteten die Beschäftigten den Beginn der Gespräche mit einer Protestaktion. Vor der Geschäftsstelle (Kronenstraße 63) des AWO Bezirkes Westliches Westfalen luden sie zu einer Armenspeisung "mit Wasser und Brot" ein. Zu den regionalen Verhandlungen in NRW ist es gekommen, nachdem die AWO sämtliche Tarifverträge auf Bundesebene gekündigt hatte und die Gespräche über eine einheitliche Regelung im Dezember gescheitert waren.

Oliver Kolberg von der Gewerkschaft ver.di erklärte, die Beschäftigten seien nicht bereit, massive Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen hinzunehmen." Man könne nicht nur immer vom hohen Stellenwert der sozialen Arbeit sprechen, man müsse die Menschen, die dort arbeiten, auch anständig bezahlen. Bei der AWO herrscht der tariflose Zustand nach Gewerkschaftsangaben nun schon seit 253 Tagen.

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