Das sind die Bilder, die Extinction Rebellion auch wollte: Die Polizei muss Demonstranten wegtragen. © Schaper
Meinung

B1-Blockade von „Extinction Rebellion“: Polizei hat ihren Job gut gemacht

Die Polizei hätte die B1-Blockade von „Extinction Rebellion“ schneller auflösen müssen? Oder ist sie zu rabiat vorgegangen? Beides falsch, findet unser Autor.

Hat die Polizei eine friedliche Demo falsch behandelt? Hat sie Aktivisten von „Extinction Rebellion“ zu Unrecht gefilmt, zu hart angefasst, vor allem: den Teilnehmern dieser Versammlung keine Möglichkeit mehr gelassen wegzugehen?

Oder ist sie zu lasch gewesen, nachdem zwischen 70 und 100 Menschen ab 12 Uhr mittags die Bundesstraße an der großen Ampelkreuzung Voßkuhle besetzt hatten? Hätte sie direkt mit Hundertschaft anrücken und wegdrängen müssen?

Sachliche bis augenzwinkernde Durchsagen

Beide Vorwürfe muss sie sich jetzt anhören. Und beide sind falsch. Viel besser hätte man es nicht machen können. Einerseits achtete die Polizei den Schutz der freien Meinungsäußerung. Immer und immer wieder gab es sachliche, sogar freundliche und augenzwinkernde Durchsagen.

Gleichzeitig machte man aber klar: Leute, runter von der Straße, sonst gibt es Konsequenzen. Die Demo-Teilnehmer setzten sich daraufhin bewusst auf die Straße. Bei einer der Durchsagen drehten sie dann extra die Musik lauter und tanzten.

Fotostrecke

Extinction Rebellion blockiert Verkehr auf B1

Wenn man diese Bilder will, tut es auch weh

Man wollte nicht zuhören. Man wollte die Bilder von weggetragenen Demonstranten. Dabei hätte man sich damit begnügen können zu sagen: Leute, mehr als vier Stunden Blockade. Viel Aufmerksamkeit bekommen, Ziel erreicht. Wir stehen einfach auf und gehen mit.

Wenn man aber bewusst die Bilder von weggetragenen Demonstranten will, dann muss man auch in Kauf nehmen, dass es irgendwo irgendwem mal weh tut.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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Björn Althoff

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