Bahn stellt zwei Türme in den Ortskern

Lütgendortmund Die Bahn AG will bis Ende 2008 sämtliche unterirdische Bahnhöfe in Dortmund brandtechnisch auf den neuesten Stand bringen. Das beschert Lütgendortmund zwei drei Meter hohe Lüftungsschächte mitten im Ortskern.

12.09.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Thema "Unterirdische Personenverkehrsanlage und Brandschutztechnische Ertüchtigung" klang am Dienstag in den Ohren der Lütgendortmunder Bezirksvertreter wenig spannend. Doch dann ließ Bahnhofs-Manager Kai Rossmann die Katze aus dem Sack. Für einen verbesserten Brandschutz soll eine neue Klimaanlage in den S-Bahn-Bahnhof eingebaut werden. Sie versorgt im Fall eines Brandes den Raum, in dem sich das Notaggregat befindet.

Dafür will die Bahn zwei Luftschächte mit jeweils einem Meter Durchmesser und drei Metern Höhe bauen.

Den Politikern verschlug es die Sprache, denn die Türme, so die Pläne der Bahn, sollen im Bereich eines Pflanzbeetes neben dem S-Bahn-Eingang auf dem Heinrich-Sondermann-Platz gebaut werden. Dr. Frank Gillmeister fühlte sich wie die meisten Bezirksvertreter überrumpelt und rügte den Vortrag des Bahnhof-Managers.

"Hier reicht mir keine Erklärung, da würde ich gern einmal einen Plan sehen. Ihre Präsentation ist unprofessionell", rüffelte er in Richtung Bahn AG. Zu Verwunderung der meisten Politiker liegen diese Pläne allerdings schon einige Zeit im Lütgendortmunder Amtshaus. "Das ist eine dumme Kommunikationspanne zwischen Bezirksverwaltungsstelle und Bezirksvertretung, für die die Bahn AG nichts kann", musste Bezirksvorsteher Heiko Brankamp einräumen. Letztlich einigten sich Bezirksvetretung und Bahn AG auf einen Kompromiss: Die Bahn AG erhielt die Zustimmung dafür, dass sie die beiden Türme bauen kann. Im Gegenzug macht sie der BV Gestaltungsvorschläge für die beiden Türme. Angedacht ist zum Beispiel eine Rank-Bepflanzung, um Schmierereien zu verhindern. vB

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