Das Warten auf eine Entscheidung zu „FunDOmio“ im Sommer 2021 geht weiter. © Oliver Schaper (Archivbild)

Bald ist Kirmes in Dortmund wieder erlaubt – Was wird aus „FunDOmio“?

Die neue Corona-Schutzverordnung für NRW erwähnt erstmals ausdrücklich ein mögliches Start-Datum für Jahrmärkte und Kirmesveranstaltungen. In einem für Dortmund wichtigen Punkt fehlt allerdings die Klarheit.

Über ein Dutzend Corona-Schutzverordnungen lang brachte für Schausteller und Fest-Gastronomen stets eine Verlängerung der erzwungenen Untätigkeit.

Nun enthält die seit dem 28.5. gültigen Version der Corona-Regeln in Nordrhein-Westfalen erstmals einen Termin, ab dem Stadtfeste, Jahrmärkte und vergleichbare Veranstaltungen wieder stattfinden können.

Bereits ab einer stabilen Inzidenz von fünf Tagen unter 50 können „Jahr- und Spezialmärkte mit Personenbegrenzung“ durchgeführt werden. „Mit negativem Test sind auch Kirmeselemente erlaubt“, heißt es in der Verordnung.

Ab diesem Datum könnten größere Feste in Dortmund wieder erlaubt sein

Es gibt insgesamt drei Inzidenzstufen (100, 50, 35 und niedriger), denen sukzessive Öffnungen im Freizeitbereich folgen – zunächst mit Personenbegrenzung und nur mit vorherigem Corona-Test.

Der 1. September ist laut Landesregierung der erste Termin, ab dem größere Feste auch wieder ohne negativen Test erlaubt sein könnten. Dafür muss „ein genehmigtes Konzept“ vorliegen. Jahr- und Spezialmärkte wären dann ohne Testpflicht erlaubt.

Volksfeste, Schützenfeste oder Stadtfeste wären mit bis zu 1000 Besuchern möglich. Liegt die Inzidenz in Dortmund und landesweit unter 35, dürfen diese auch ohne Besucherbegrenzung stattfinden.

Schausteller freuen sich, bleiben aber noch abwartend

Patrick Arens, Sprecher der Dortmunder Schausteller, sagt: „Das sieht auf den ersten Blick alles erstmal gut aus. Vorher wurden wir schließlich gar nicht genannt.“

Dennoch gebe es weiter einige Unsicherheiten. „Man muss schauen, wie stabil die Infektionszahlen wirklich sind.“ Er erinnert an das vergangene Jahr, als es auch im September so ausgesehen habe, als könne der Weihnachtsmarkt stattfinden.

Ein entscheidender Punkt fehlt aus Arens‘ Sicht in der neuen Verordnung: Der Hinweis auf die Möglichkeit, temporäre Freizeitparks wie „FunDOmio“ zu eröffnen.

Temporäre Freizeitparks tauchen bisher in der Verordnung nicht auf

Dieses Modell hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zwar vor Pfingsten ausdrücklich erwähnt. In der der nun veröffentlichten Fassung findet es aber keinen Platz. Unzufrieden sind laut Arens auch die stationären Freizeitparks in NRW, die sich nicht genügend berücksichtigt fühlen.

Nachbarbundesländer eröffnen schon Anfang Juni ihre festen und temporären Freizeitparks. „Wir müssen weiter ins Blaue planen. Im Moment kann man nur so arbeiten“, sagt Patrick Arens. Er hält Korrekturen in der Verordnung mit diesem Punkt für möglich.

Bereits vor einigen Wochen hatte Arens gesagt, dass „FunDOmio“ spätestens Anfang Juli beginnen müsse, damit die Planungen für Aufbau und Personal passen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
Zur Autorenseite
Felix Guth

Ahaus, Heek und Legden am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt