Bargeld-Affäre im OB-Amt brachte hohe Auszeichnung

29.01.2008, 18:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bargeld-Affäre im OB-Amt brachte hohe Auszeichnung

"Die Nacht war der Hammer" - Dirk Planert (Foto), Reporter beim Dortmunder Lokalsender Radio 91.2, stand gestern noch ganz unter dem Einfluss der Preisverleihung am Montagabend in Berlin: Der 40-Jährige wurde zum Hörfunkjournalisten des Jahres gekürt und mit dem "Goldenen Prometheus" ausgezeichnet.

Planert habe im Zuge der Bargeld-Affäre im OB-Amt bewiesen, dass investigative Recherche auch im privaten Lokalradio prima funktioniere, so die Jury. Im Müll der mittlerweile zum Teil geständigen ehemaligen OB-Mitarbeiterin fand Planert Belege über veruntreute Steuergelder. Viel Lob bekam er dafür am Montagabend zu hören.

"Stefan Aust und Günther Jauch standen neben mir", erzählt Planert von der rauschenden Nacht, "und Anne Will habe ich gratuliert. Die hat den Fernsehpreis gewonnen". Er habe den Berlinern gezeigt, "wie man in Dortmund feiert", und als letzter die Party verlassen. Erst um 7 Uhr morgens war er wieder im Hotel.

Preiskrönungen scheinen bei Planerts in der Familie zu liegen: "Erst am letzten Samstag ist mein Bruder Tim als bester Kurzfilmkomponist Amerikas in Salt Lake City ausgezeichnet worden."

Dirk Planert selbst, der seit zehn Jahren für Radio 91,2 arbeitet, wurde bereits in den Jahren 2003 und 2006 mit dem Hörfunkpreis der Landesanstalt für Medien (LfM) NRW geehrt.

Die Bargeld-Affäre ist noch nicht vollends aufgeklärt. Planert will mit am Ball bleiben: "Ich würde mir nur wünschen, das Herr Langemeyer mal etwas anderes sagt als 'Ich sage nichts'." ko

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