Basketball-Platz in Kirchlinde ist ein Erfolg – und stört die Anwohner

mlzSportplatz Bärenbruch

In der Kirchlinder Grünanlage am Bärenbruch gibt es viele Spiel- und Sport-Möglichkeiten und die sind bei den Kirchlindern sehr beliebt. Jetzt sorgt der Basketballplatz aber für Ärger.

Kirchlinde

, 04.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn Politik und Verwaltung in einer Stadt wie Dortmund Naherholung in Form von Spielplätzen, Skater-Anlagen oder Boule-Plätzen planen, können sie nie sicher sein, wie gut die Anwohner diese Angebote nutzen.

Die Grünanlage zwischen Bärenbruch und Dorloh in Kirchlinde, für die es immer noch keinen richtigen Namen gibt, ist ein Beispiel, wie so eine Planung zu einem echten Erfolg wird.

Viel los auf dem Gelände

Gleich mehrere Vereine nutzen den Sportplatz, Kinder kicken auf dem Mini-Feld, Familien treffen sich auf dem Spielplatz, die Bürgerschützen trainieren, Hundebesitzer gönnen ihren Tieren Auslauf, am Skater-Park hat sich eine feste Szene gebildet und auch der Basketballplatz im hinteren Teil des Parks ist stark frequentiert.

Tagsüber messen sich dort Jugendliche in Zwei-gegen-Zwei-Spielen, abends kommen erwachsene Sportler, teilweise von weit her, zum Basketball-Spiel unter freiem Himmel. Obwohl der Platz offiziell nur von Jugendlichen genutzt werden darf.

Abends wird es zu laut

Trotz der vielen Besucher gibt es am Basketballplatz kein Müll-Problem. Die Sportler halten die Anlage geradezu vorbildlich sauber. Allerdings: Die Nachbarn beschweren sich mittlerweile über die Lautstärke auf dem Platz. Und über die Parkplatzsituation, die die Anreise der älteren Spieler mit sich bringt.

„Am Dorloh wird es samstags im Sommer eng auf dem Bürgersteig“, berichtet der stellvertretende Bezirksbürgermeister für Huckarde, Peter Spineux (CDU), der nur einen Steinwurf von dem Sportplatz entfernt wohnt und mit dem einige der Anwohner gesprochen haben.

Spielen bis zum Sonnenuntergang

Die Kritik der Anwohner: Auf dem Platz ist das Spielen bis 20 Uhr gestattet, „gespielt wird aber, bis es dunkel ist“, so Spineux. Das Problem könnte gelöst werden, meint Spineux und greift auf eine Idee aus dem Jahr 2014 zurück.

Bereits damals hatte es den Vorschlag gegeben, den Basketballplatz innerhalb des Parks zu verlegen. Am Skaterpark, so die Idee, gebe es genug Platz. Sogar für einen größeren Basketball-Platz. Und Anwohner in Hörweite gibt es dort gar nicht.

Nutzung ist Beleg für Erfolg des Sportplatzes

Die Kirchlinder SPD sträubt sich gegen diese Idee. „Wegen einer Beschwerde über Kinderlärm werden wir den Platz nicht verlegen“, sagte deren Vorsitzender Mario Gacek aus Anfrage. Die Geräuschkulisse am Basketball-Platz sei kein Ärgernis, sondern Beleg für den Erfolg des Parks.

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Peter Spineux findet die Verlege-Idee aber weiterhin interessant. Denn er sieht einen weiteren Vorteil: „Wenn wir die Basketballer-Szene verlegen, erhöht sich die soziale Kontrolle für die Skater-Szene.“ Und am Skater-Park gibt es laut Spineux ein Müllproblem und regelmäßig Spuren von Drogenkonsum. Seine Hoffnung: Drogen konsumierende Besucher könnten durch die Basketballer verscheucht werden.

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