Bauordnungsamt prüft den Betrieb

Notfallpraxis Beurhausstraße

Zwischen 100 und 120 Patienten pro Woche werden dort versorgt: Zuletzt war die zentrale Notfalldienstpraxis an der Beurhausstraße 26 scharf in die Kritik geraten. Vorwürfe zu Hygienemängeln standen im Raum.

DORTMUND

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 05.08.2011, 06:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Notfallpraxis an der Beurhausstraße stand zwischenzeitlich wegen möglicher Hygienemängel in der Kritik.

Die Notfallpraxis an der Beurhausstraße stand zwischenzeitlich wegen möglicher Hygienemängel in der Kritik.

Ein weiterer Vorwurf: Die Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung sei für gehbehinderte Patienten nur schwer zu erreichen. Auch eine behördliche Genehmigung der Räume stand aus, hieß es. Und so verhält es sich in der Tat: Die Praxis, in der Menschen außerhalb üblicher Dienstzeiten der niedergelassenen Ärzte behandelt werden, wird formell ohne Genehmigung betrieben. Laut Michael Meinders, Pressesprecher der Stadt, sei dies nicht der Normalfall, könne aber vorkommen.

Es sei ein entsprechender Antrag gestellt worden und in Bearbeitung. Der Stadtsprecher: "Da aus fachlicher Sicht die Vermutung nahe liegt, dass der Antrag genehmigungsfähig ist, kann derzeit seitens des Bauordnungsamtes von einer Nutzungsuntersagung abgesehen werden."Es käme vor, dass ohne Vorliegen einer Baugenehmigung gebaut werde und es Nutzungen ohne Vorliegen einer Genehmigung gebe. Für das Bauordnungsamt gehöre es zum Tagesgeschäft, im Rahmen des Ermessens Entscheidungen zu fällen. Die Bauaufsicht gebe in der Regel dem Antragsteller die Möglichkeit, Bauvorlagen zu ergänzen.

"Im vorliegenden Fall war der Antrag nachzubessern. Dieses Prozedere ist absolut üblich. Von daher kann hier nicht von Verzögerungen gesprochen werden", findet der Stadtsprecher. Zur Erinnerung: Die Notfallpraxis ging am 1. Februar an den Start. Bis heute fehlt ein Außenaufzug, über den auch Rollstuhlfahrer die Möglichkeit hätten, die Behandlungsräume aufzusuchen. Der vorhandene Aufzug ist viel zu schmal. Gehbehinderte werden per Hinweisschild gebeten, die Notfallambulanz des Klinikums aufzusuchen. Der Außenaufzug kommt erst im Herbst. Hygieniker aus dem Gesundheitsamt und dem Klinikum hatten bei einer Begehung letzte Woche moniert, es fehlten weitere Aufbewahrungsboxen für Pflaster- und Verbandsmaterial sowie ein zusätzlicher Spender zur Händedesinfektion.

Lesen Sie jetzt