Bauprojekt "Südtribüne" lebt wieder auf

Wohnhaus auf altem Bunker

Eine "Südtribüne" mit Luxuswohnungen auf dem Dach eines alten Bunkers - dieses spektakuläre Wohnprojekt sorgte in den vergangenen Jahren wiederholt für Schlagzeilen. Viel passiert ist seitdem nicht. Nun kommt neue Bewegung in die Pläne. Doch von dem Originalentwurf ist nicht mehr viel übrig.

DORTMUND

, 20.05.2016, 02:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die bisherigen Pläne für das Bunker-Gelände an der Ruhrallee orientierten sich mit ihrer Terrassierung an dem Aussehen der Südtribüne. So wird die neue Bebauung nicht mehr aussehen. Geplant ist ein eher geschlossener Block.

Die bisherigen Pläne für das Bunker-Gelände an der Ruhrallee orientierten sich mit ihrer Terrassierung an dem Aussehen der Südtribüne. So wird die neue Bebauung nicht mehr aussehen. Geplant ist ein eher geschlossener Block.

Das Gelände des alten Bunkers an der Ruhrallee war erstmals 2012 für eine Bebauung im Gespräch. Nun lässt die CG Gruppe aus Berlin ein neues Nutzungskonzept entwerfen. Klar ist: Statt der markanten terrassenförmigen Häuser, die sich in ihrer Optik an der Südtribüne orientierten, soll ein geschlossener Block auf den Bunker gestülpt werden, weiß der Projektverantwortliche Thorsten Hartfeld.

Außerdem habe man sich vom Konzept verabschiedet, wenige, große Eigentumswohnungen zu bauen. Entstehen soll nun ein Mix aus voraussichtlich 66 Mietwohnungen auf 4300 Quadratmetern. Der über 60 Jahre alte „Dortmunder Bunker“, auf dessen Gelände das Bauprojekt entsteht, soll in das Gesamtensemble integriert werden. Zudem wird Wert auf die Nutzung regenerativer Energien gelegt – Solarthermie soll zum Beispiel zur Grundausstattung gehören.

Baustart ist für 2017 geplant

Zurzeit laufen die Vorbereitungen für den Bauantrag, der Baustart ist für 2017 geplant. Neu im Boot sind auch die Architekten von „kadawittfeldarchitektur“ aus Aachen. Sie entwickeln derzeit die Pläne. „Noch gibt es keine aktuellen Visualisierungen“, erklärt Anastasia Lebedev, Sprecherin der CG Gruppe.

Damit könnte die lange Geschichte des Projektes an der Ruhrallee doch noch ein gutes Ende finden. 2011 hatte Architekt Norbert Post mit drei Mitstreitern den ehemaligen Luftschutzbunker zwischen Ruhrallee und Leipziger Straße gekauft. 2014 verkauften die vier das Grundstück weiter. Jetzt liegt der Ball bei der CG Gruppe.

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