Baustelle in Dortmund sorgt für Umwege – doch sie wird schneller fertig als geplant

mlzVerkehr in Dortmund

Gesperrte Abbiegespuren und ein Schilderwald: Autofahrer müssen an einer Baustelle in Dortmund komplizierte Umwege in Kauf nehmen. So kommen Autofahrer dennoch ans Ziel.

Kaiserstraßenviertel

, 31.01.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sackgassenschilder, Anliegerschilder, Parkverbotsschilder, Umleitungsschilder: Auf dem Weg in die Dortmunder Innenstadt haben Autofahrer, die aus Richtung Nordosten kommen, plötzlich ein großes, rot-weiß-getreiftes Hindernis vor der Kühlerhaube: Wegen einer Baustelle sind hier zwei Abbiegespuren gesperrt.

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Wer jetzt von der Klönnestraße aus in Richtung Innenstadt nach rechts auf die Hamburger Straße abbiegen möchte, hat ein Problem. Nur von der Hamburger Straße aus kann man die Klönnestraße noch in Richtung Norden befahren. Halte- und Parkverbotsschilder sind in diesem Bereich aufgestellt worden.

Autofahrer, die das Sackgassenschild wahrnehmen, versuchen regelmäßig, nach links in die Straße Am Bentenskamp abzubiegen. Doch das ist nicht erlaubt.

Autofahrer, die das Sackgassenschild wahrnehmen, versuchen regelmäßig, nach links in die Straße Am Bentenskamp abzubiegen. Doch das ist nicht erlaubt. © Martina Niehaus

Weil viele Autofahrer erst kurz vor der Brückenunterführung in Höhe der Güntherstraße das Baustellenschild mit dem Hinweis auf die Sackgasse wahrnehmen, versuchen sie, kurz vor der Baustelle nach links in die Straße Am Bentenskamp abzubiegen – um auf diese Weise über die Werderstraße flott wieder auf die Hamburger Straße zu gelangen.

Am Bentenskamp ist es zu eng für eine Umleitung

Doch das ist verboten: An der Einmündung zum Bentenskamp ist ein Schild aufgestellt worden, das die Straße ausdrücklich als Anliegerstraße ausweist. Dort ist es sehr eng.

Wenn man die Situation dort nur wenige Minuten beobachtet, kann man sehen, dass viele Autofahrer sich auf dem Bentenskamp in die Quere kommen und sogar zurücksetzen müssen.

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Umgehen kann man die Baustelle, indem man über die Hallesche Straße und die Manteuffelstraße fährt und dann wieder auf die Kaiserstraße abbiegt. Oder direkt über den Borsigplatz in Richtung Innenstadt fährt.

Park- und Halteverbote säumen den Baustellenbereich an der Klönnestraße.

Park- und Halteverbote säumen den Baustellenbereich an der Klönnestraße. © Martina Niehaus

Das ist ein ganz schöner Umweg. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: „In zwei Wochen, zum 14. Februar, werden die Arbeiten fertig sein“, erklärt Christian Lux. Er ist Projektleiter für das Neubauprojekt „Kaiserquartier“, das gerade in diesem Bereich entsteht.

Zehn Häuser mit 130 Mietwohnungen, ein Ärztezentrum und Einkaufsmöglichkeiten sind dort geplant. Bauherr ist die Eric Schmidt Kaiserquartier GmbH mit Sitz in Lünen. Und die Baustelle im Kreuzungsbereich ist deshalb nötig, weil dort Kanalanschlüsse verlegt werden.

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„Glücklicherweise konnten wir mit Hilfe eines neuen Bohr-Pressverfahrens die Anschlüsse an einen bereits vorhandenen Kanal in fünf Metern Tiefe anschließen“, erklärt Christian Lux. „Deshalb musste die Straße nicht so weit aufgebrochen werden, und die Baustelle kann eine Woche früher abgeschlossen werden als wir ursprünglich dachten.“

Ab Mitte Februar kann man die Klönnestraße also wieder in beiden Fahrtrichtungen befahren. „Herr Schmidt bittet um Verständnis für die Unannehmlichkeiten“, sagt der Projektleiter. „Aber das Bauprojekt ist schließlich im Sinne der Bürger – und wir hoffen, dort etwas richtig Schönes hinzukriegen.“

Erster Bauabschnitt könnte zum Mai 2021 fertig werden

Das Bauprojekt Kaiserquartier wird in mehreren Bauabschnitten angegangen – wobei die erste Bauphase die Gebäude betrifft, die direkt in der lang gezogenen Kurve am Kreuzungsbereich der Klönnestraße und der Hamburgerstraße liegen. „Dieser Bauabschnitt ist deshalb besonders wichtig, weil hier ein Rewe-Markt einziehen soll und wir auf diese Weise zunächst die Nahversorgung im Kaiserviertel sichern möchten“, erläutert Christian Lux.

Die dahinter liegenden sieben einzelnen Häuser werden dann nachgezogen. „Mit der ersten Bauphase werden wir voraussichtlich bis April oder Mai 2021 fertig sein. Jedenfalls zielen wir darauf ab“, sagt der Projektleiter.

Dann könnte der Rewe-Markt einziehen, und Kunden könnten sogar schon einen Teil der neu angelegten Parkplätze auf dem Parkdeck nutzen.

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