Bedauern ist halbherzig

23.10.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Als halbherzigen Versuch, das zerrüttete Verhältnis zwischen Oberbürgermeister Dr. Langemeyer und "seiner" SPD wieder zu kitten, bewertet CDU-Ratsfraktionschef Frank Hengstenberg das "Bedauern" des Oberbürgermeisters nach dessen Lügen-Vorwürfen gegen den SPD-Unterbezirksvorsitzenden Franz-Josef Drabig.

Auch die CDU wertet dies nicht als förmliche Entschuldigung. Damit finde "der Abgesang auf Langemeyer eine nahtlose Fortsetzung", glaubt Hengstenberg: "Der Oberbürgermeister muss weiter kleine Brötchen backen, wenn er das Ende seiner Amtszeit im Jahr 2009 überhaupt noch erleben möchte."

Nächste Sollbruchstelle wird nach Auffassung der CDU-Fraktion die ausbleibende Förderung für ein Museum im U-Turm sein, bei der SPD und Grüne auf 80 Prozent aus der Landeskasse bzw. EU-Mitteln gehofft hatten. "Wir gehen nach wie vor davon aus, dass die Landesregierung auf gar keinen Fall eine 80-prozentige Förderung für den U-Turm geben wird. Spätestens dann ist die Demontage des Oberbürgermeisters komplett", meint Hengstenberg.

An die Kette der Partei gelegt sieht auch der CDU-Kreisvorstand den Oberbürgermeister. Die Aufforderung einer engeren Abstimmung des OB mit seiner Partei geht laut CDU am Wählerwillen vorbei. Schließlich müsse der OB nicht vorrangig SPD-Interessen, sondern die Belange aller Bürger vertreten. "Herr Drabig wird Schatten-Oberbürgermeister und der Wähler darf sich die Montage des OB ungefragt ansehen", moniert Uwe Waßmann, stellvertretender CDU-Kreisvorsitzender.

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