Behindertenparkplatz verboten

DORTMUND Das Bemühen ist löblich, hilft aber in diesem Fall nicht: Das Versorgungsamt will dem Unfallopfer Winfried Pohl helfen, um Parkerleichterungen vor dem Klinikzentrum Nord zu erhalten, damit der 42-Jährige sich nicht mehr so weit bis zu den Therapie-Terminen schleppen muss, schon kommt erneut die Gesetzeslage quer.

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 18.09.2007, 18:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Winfried Pohls linker Unterschenkel wurde bei einem schweren Unfall fast abgerissen.

Winfried Pohls linker Unterschenkel wurde bei einem schweren Unfall fast abgerissen.

Auf einem Behindertenparkplatz jedoch, so, wie vor dem Eingang des Klinikzentrums Nord eingezeichnet, dürfe er damit immer noch nicht stehen. Darauf machten zahlreiche Anrufer die RN-Redaktion aufmerksam. Sie wussten scheinbar mehr als das Versorgungsamt.

Auf einem Behindertenparkplatz jedoch, so, wie vor dem Eingang des Klinikzentrums Nord eingezeichnet, dürfe er damit immer noch nicht stehen. Darauf machten zahlreiche Anrufer die RN-Redaktion aufmerksam. Sie wussten scheinbar mehr als das Versorgungsamt.

Denn in der Tat sieht die Gesetzgebung vor: Schwerbehinderte ohne das Merkzeichen "aG" im Schwerbehindertenausweis, dafür mit "aG light", können in eingeschränktem Umfang Parkerleichterungen in Form einer Ausnahmegenehmigung gewährt werden. Die Genehmigung kommt in Betracht für u. a.: Gehbehinderte mit dem Merkzeichen "G", sofern die Voraussetzungen für die Zuerkennung von "aG" nur knapp verfehlt wurden (anerkannter Grad der Behinderung von mindestens 70 % und ein maximaler Aktionsradius von etwa 100 Metern.

Mit "aG light" könnte Pohl dann zwar im eingeschränkten Halteverbot parken, in Fußgängerzonen während der zugelassenen Ladezeiten und an Parkscheinautomaten ohne Gebühr, nicht aber auf dem Behindertenparkplatz vor der Klinik. Und genau dies wäre ihm wichtig.

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