Bekannter Dortmunder Neonazi zu mehrmonatiger Haftstrafe verurteilt

Entscheidung des Landgerichts

Der Neonazi Sascha Krolzig ist vom Landgericht Dortmund zu einer längeren Haftstrafe verurteilt worden. Dabei wurde der Dortmunder in mehreren Anklagepunkten für schuldig befunden.

Dortmund

, 05.06.2020, 18:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sascha Krolzig Neonazi

Das Landgericht Dortmund hat den Neonazi Sascha Krolzig zu einer Haftstrafe verurteilt. © Stephan Schuetze (Archiv)

Erst im Oktober 2019 war Sascha Krolzig bereits rechtskräftig vom Landgericht Bielefeld wegen Volksverhetzung verurteilt worden. Jetzt folgte eine weitere Entscheidung. Diesmal allerdings vor dem Dortmunder Landgericht. Insgesamt ist Krolzig somit jetzt für drei Taten verurteilt worden.

Wie der WDR berichtet, soll Krolzig, der innerhalb der nordrhein-westfälischen Neonazi-Szene als einer der führenden Köpfe gilt, im Oktober 2016 in einer Kneipe mehrere Gäste rassistisch beleidigt und versucht haben, diese anzugreifen. Zudem habe er den Hitlergruß gezeigt.

Gesamtstrafe von einem Jahr und zwei Monaten

Das Landgericht Dortmund sah diese Vorwürfen jetzt als erwiesen an und fasste sie mit der Entscheidung des Bielefelder Landgerichtes zu einer Gesamtstrafe zusammen. Wie Gerichtssprecherin Nesrin Öcal auf Nachfrage mitteilte, wurde Krolzig, zugleich Bundesvorsitzender der rechtsextremen Splitterpartei „Die Rechte“, deshalb am Donnerstag (4.6.) zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt. Der WDR berichtete von einer Haftstrafe von einem Jahr und drei Monaten.

Zusätzlich hat die Staatsanwaltschaft laut WDR eine alte Strafe gegen den Neonazi widerrufen. Diese sei zuvor zur Bewährung ausgesetzt worden. Somit könnte sich die Gesamtstrafe noch erhöhen.

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