Am 8. Mai (Samstag) sind fünf Demonstrationen und Kundgebungen für Dortmund angekündigt worden. © Robin Albers
Demonstrationen

Besonderer Jahrestag: Mehrere Demos für Samstag in Dortmund angemeldet

Gleich fünf Demonstrationen und Kundgebungen gegen Rechtsextremismus sollen am Samstag (8. Mai) in Dortmund stattfinden. Auch Oberbürgermeister und Polizeipräsident werden bei einer vor Ort sein.

Der 8. Mai (Samstag) ist der „Tag der Befreiung“. Ein Gedenktag, der an die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 erinnert. Vor 76 Jahren kennzeichnete das das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und die Befreiung vom Nationalsozialismus.

An diesem Tag gibt es immer viele Demonstrationen und Kundgebungen, in Dortmund sind es in diesem Jahr fünf.

OB und Polizeipräsident gedenken mit

Die erste Versammlung wird laut Polizeisprecher Gunnar Wortmann von 10.30 Uhr bis 11.45 Uhr an der Haltestelle Pothecke in Wambel stattfinden: Der Dortmunder Jugendring hält hier eine Kundgebung „Für Demokratie und Menschenrechte“ ab, bei der 40 Personen teilnehmen sollen – unter anderem auch Oberbürgermeister Thomas Westphal und Polizeipräsident Gregor Lange.

Von 10.45 bis 11.15 Uhr will der Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus mit zwölf Personen auf dem Friedensplatz anlässlich des Befreiungstages „Erinnern und Mahnen“.

Ab den Mittagsstunden verlagert sich das Demo-Geschehen dann nach Dorstfeld: Die Quartiersdemokraten, ein zivilgesellschaftliches Projekt, dass sich gegen Rechtsextremismus in dem Stadtteil einsetzt, ruft von 12.30 bis 14.30 Uhr zu einer Kundgebung „Gegen Antisemitismus“ auf dem Wilhelmplatz auf. Laut Polizeisprecher Wortmann wurden rund 50 Teilnehmende angemeldet.

Polizei will Störungen von Neonazis unterbinden

Die wohl größte Demonstration mit 100 angemeldeten Teilnehmenden findet direkt im Anschluss ebenfalls auf dem Wilhelmplatz in Dorstfeld statt. Die Gruppe „Mean Streets Antifa Dortmund“ demonstriert von 14.30 bis 18 Uhr unter dem Motto „Kampf dem Faschismus – damals wie heute“.

Man wolle direkt an dem von den Dortmunder Neonazis selbsternannten „Nazi-Kiez“ eine Kundgebung gegen rechte Ideologie und Faschismus halten.

Wegen der Demos sei in Dorstfeld mit Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen.

Um 16 Uhr findet dann die letzte Versammlung statt, in der Innenstadt auf dem Platz der Alten Synagoge am Stadttheater. Mit Musik, Tanz und Gedichten will das Bündnis Dortmund gegen Rechts den „Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg“ feiern und die „antifaschistische Kultur hochhalten“. Die Demo soll bis 17.30 Uhr laufen.

Aus dem rechten Spektrum gibt es bislang keine angemeldeten Versammlungen in Dortmund. Unter Rechtsextremisten wird der 8. Mai als „Tag der Schande“ betrachtet. Im vergangenen Jahr führten die Neonazis an Kriegsdenkmälern Andachten durch.

Aufgrund der Nähe zum „Nazi-Kiez“ will die Polizei bei den Dorstfelder Versammlungen mit „ausreichend Kräften vor Ort sein“, so Polizeisprecher Wortmann. So wolle man verhindern, dass die Demonstrationen nicht von Rechtsextremisten gestört werden und friedlich verlaufen können.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
1990 im Emsland geboren und dort aufgewachsen. Zum Studium nach Dortmund gezogen. Seit 2019 bei den Ruhr Nachrichten. Findet gerade in Zeiten von Fake News intensiv recherchierten Journalismus wichtig. Schreibt am liebsten über Soziales, Politik, Musik, Menschen und ihre Geschichten.
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Robin Albers
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