Bessere Arbeit als erwartet

16.10.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Bundestags-Fraktionsspitze hat sich noch nicht bei Marco Bülow gemeldet. Doch von der "Basis" gab es überwiegend positive Rückmeldungen. Das berichtet der Dortmunder Bundestagsabgeordnete Marco Bülow (Foto) vier Tage nach seiner öffentlichen Kritik an der SPD-Fraktionsführung und der großen Koalition in Berlin.

Inhaltlich steht Bülow denn auch weiterhin zu seinen Aussagen, dass der einzelne Abgeordnete zu wenig Einfluss habe. Er akzeptiere den Fraktionszwang. Viele Diskussionen würden aber schon im Vorfeld im Keim erstickt, präzisierte Bülow seine Vorwürfe. Er habe aber nicht resigniert, sondern sei motiviert etwas dagegen zu unternehmen.

Zumal seine Halbzeitbilanz nach zwei Jahren großer Koalition auch gar nicht so schlecht ausfällt. "Ich glaube, dass die große Koalition in einigen Bereich bessere Arbeit leistet als erwartet", stellt Bülow fest. Gerade in seinem Schwerpunktbereich Energie- und Klimapolitik sei mehr erreicht worden, als manche befürchtet hatten.

Zu den Konfliktthemen zwischen Union und SPD zählt der Abgeordnete vor allem die Innen- sowie die Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. Im Streit um das Arbeitslosengeld I stellt sich Bülow klar auf die Seite von SPD-Parteichef Kurt Beck. "Die Agenda 2010 darf kein Dogma sein", meint Bülow.

Transparenz und Bürgernähe hat sich Bülow weiterhin für seine Arbeit in Dortmund auf die Fahnen geschrieben - angefangen von der Offenlegung seiner Einkommenssteuer-Erklärung im Internet bis zu Bürgersprechstunden auf Marktplätzen oder in seinem Büro an der Großen Heimstraße. . Oli

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