Besucher hinterlassen ihren Müll am Phoenix-See und am Kanal

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Pizzakartons, Eisbecher und Flaschen: Bei schönem Wetter überziehen Besucher den Phoenix-See in Hörde und die Kanal-Ufer im Norden mit Müll. Die EDG sagt: Die Umwelt ist diesen Leuten egal.

Dortmund

, 19.02.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach mehreren Sonnentagen mit Frühlingstemperaturen musste die Entsorgung Dortmund GmbH am Phoenix-See im Dortmunder Stadtteil Hörde wieder zupacken. See-Besucher haben dort Pizzakartons, Papp- und Plastikbecher, Flaschen und Verpackungen achtlos weggeworfen. Ein ähnliches Bild zeigte sich auch am Dortmund-Ems-Kanal wo zwei Mitarbeiter aus dem „Servicecenter Lokale Arbeit“ mit Greifzangen und Abfallsäcken unterwegs sind.

„Je besser das Wetter ist, umso mehr Menschen sind draußen. Und die lassen ihren Kram einfach da liegen“, berichtet EDG-Sprecher Matthias Kienitz nach den ersten langen Sonnentagen im Jahr 2019. Selbst wenige Meter entfernte Mülleimer würden nicht genutzt, um Verpackungen oder Zigarettenkippen zu entsorgen. Matthias Kienitz: „Das ist keine Frage der fehlenden Infrastruktur. Das ist eine Frage der fehlenden Haltung gegenüber der Umwelt. Man lässt den Müll einfach fallen, wo man geht und steht.“

Alle paar Meter ein Mülleimer

Das zeige sich nicht nur am Phoenix-See oder am Ufer des Dortmund-Ems-Kanals im Norden der Stadt, sondern an allen Orten, an denen sich Menschen begegnen. Beispiel Hörder Bahnhof: Zwischen den Gleisen des Bahnhofs und den Bushaltestellen hat die EDG mehrere Mülleimer aufgestellt. „Aber die Menschen sind zu faul, auch nur vier Meter nach links oder rechts zu gehen, um einen der Mülleimer zu benutzen. Ich kann leider nicht sagen, warum es so schwer ist, einen Mülleimer zu benutzen.“

Wenig Verständnis zeigte am Montagmorgen auch eine Spaziergängerin am Phoenix-See: „Die Leute schaffen es doch, den Pizzakarton dorthin zu tragen, wo sie die Pizza essen. Dann sollten sie es doch auch schaffen, den Müll wieder wegzutragen.“

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