Beten in der Corona-Krise: Gemeinde geht neue Wege

Kirche in der Corona-Krise

Gläubige Menschen und die, die Zuspruch brauchen, haben es im Moment schwer. Aufgrund des Coronavirus gibt es im Moment keine Gottesdienste. Also muss improvisiert werden – auch beim Gebet.

Berghofen

, 27.03.2020, 15:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
In der Kreuzkirche ist sonntags ein stilles Gebet möglich.

In der Kreuzkirche ist sonntags ein stilles Gebet möglich. © Jörg Bauerfeld

Versammlungen mit mehr als zwei Personen sind tabu. An einen normalen Gottesdienst ist daher nicht zu denken. Aber was tun, wenn man doch den Zuspruch der Kirche sucht. Oder ein stilles Gebet sprechen möchte?

In der Evangelischen Gemeinde in Berghofen geht man jetzt neue Wege - gezwungenermaßen. So ist die Evangelische Kreuzkirche am Fasanenweg am Sonntag (29.3.) von 10 bis 12 Uhr für ein stilles Gebet geöffnet.

Aber, wie funktioniert das in Corona-Zeiten? Was ist, wenn viele Menschen gleichzeitig vor Ort sind? „Im Evangelischen Kirchenkreis Dortmund gibt es einige Kirchen, die zumindest für ein kurzes Gebet geöffnet sind“, sagt Pfarrerin Sabine Breithaupt-Schlack.

Der Kirchenraum wird zweigeteilt

Sie ist persönlich vor Ort. Nicht nur als seelischer Beistand, sondern auch, um zu schauen, ob sich die Gläubigen an die Regeln halten. Wichtig ist natürlich das Abstandhalten. Und so wird der Kirchenraum praktisch zweigeteilt. Auf der einen Seite geht es hin zum Altar, auf der anderen wieder zurück.

„Es geht auch nur darum, kurz innezuhalten“, sagt die Pfarrerin. „Wir sind immer mit zwei Leuten vor Ort, um die Regeln zum Infektionsschutz zu beachten“, sagt die Pfarrerin. „Zum Glück ist unsere Kirche recht groß. Das heißt, wenn vorne jemand am Altar steht, kann im hinteren Bereich der Kirche durchaus eine Kerze angezündet werden. Dann ist der Abstand ja groß genug.“

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