Betrieb im Dortmunder Hostel läuft nach Lockdown langsam wieder an

mlzGastgewerbe

Seit Mitte Mai dürfen in NRW Hotels wieder touristische Gäste aufnehmen - sofern besondere Auflagen erfüllt sind. Das hat auch den Betrieb im Dortmunder a&o Hostel merklich verändert.

Dortmund

, 30.05.2020, 11:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für das Hotel- und Gastgewerbe waren die vergangenen zwei Monate wohl die Schlimmsten, die die Branche jemals erlebt hat. Infolge der Corona-Schutzmaßnahmen musste der touristische Betrieb eingestellt werden, allein Geschäftsreisende sorgten, wenn überhaupt, noch für Umsätze.

Seit dem 16. Mai dürfen Beherbergungsbetriebe wieder touristische Gäste begrüßen, sofern die vom Land geforderten Auflagen zum Infektionsschutz erfüllt werden. Um den regulären Betrieb langsam wieder aufnehmen zu können, mussten Gasthäuser überzeugende Hygienekonzepte erstellen und entsprechende Umbaumaßnahmen abschließen.

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Auch im Dortmunder Hostel der bundesweit aktiven Kette a&o am Königswall wurde kräftig gearbeitet, um ein neues Hygienekonzept umzusetzen.

Renovierung verschoben

„Eigentlich sollte unser Haus im März umfangreich renoviert werden, aber aufgrund von Corona kam es dann ganz anders“, sagt Gerald Pupkes, General Manager des Dortmunder Hostels. Die Renovierung sei zurückgestellt werden, um das Hostel für eine Wiedereröffnung umzubauen.

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Zwischen 5000 und 10.000 Euro habe a&o pro Haus aufwenden müssen, um die Betriebe gemäß des Hygienekonzepts umzurüsten. „Das Konzept wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut Fresenius entwickelt und vom Tüv abgenommen“, erklärt Pupkes.

Etliches war beim Umbau zu tun: Neue Wegführungen mussten umgesetzt, Trennschutzscheiben installiert und Desinfektionsspender angebracht werden. Mittlerweile läuft der touristische Betrieb seit knapp zwei Wochen wieder. Aber vieles sei laut Gerald Pupkes anders.

Um den Abstand zwischen den Gästen zu gewährleisten, wurden neue Wegführungen umgesetzt.

Um den Abstand zwischen den Gästen zu gewährleisten, wurden neue Wegführungen umgesetzt. © Gerald Popkes

Tourismus startet langsam wieder

„Bei Heimspielen des BVB war bei uns immer die Hölle los. Das merkt man schon, dass das jetzt fehlt. Auch sonst kommt der Tourismus erst langsam wieder in die Gänge“, so der Chef des Hostels.

Mit den Veränderungen beim Hostel-Besuch hätten die Gäste sich aber schon ganz gut angefreundet.

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„Schutzmaskenpflicht, gesonderte Ein- und Ausgänge oder Plexiglas-Trennwände an der Rezeption sind die Leute mittlerweile auch schon aus anderen Bereichen wie den Innenstadtgeschäften gewohnt. Damit kommen unsere Gäste gut klar“, meint Pupkes.

Neue Abläufe

Nicht nur die Gäste, sondern auch die Mitarbeiter hätten sich an neue Abläufe gewöhnen müssen. So gibt's aufgrund der Auflagen aktuell kein offenes Frühstücksbuffet mehr im Hostel. „Stattdessen bestellen die Gäste vorab das Frühstück, das dann von uns individuell zusammengestellt ausgegeben wird", so der Hostel-Manager.

Personell hätten die Folgen der Corona-Krise zudem für Veränderungen gesorgt. Zeitweise sei für drei Mitarbeiter inklusive dem Manager Kurzarbeit angemeldet worden.

Im Foyer und anderen Bereichen des Hostels wurden Bereiche offener gestaltet.

Im Foyer und anderen Bereichen des Hostels wurden Bereiche offener gestaltet. © Gerald Popkes

Außerdem sei es derzeit nicht möglich, Werksstudenten zu beschäftigen. Grund seien die Umsatzausfälle der letzten Monate, die durch einen Sparkurs wieder ausgeglichen werden müssten.

Weitere Maßnahmen

Darüber hinaus arbeite a&o daran, die Umsetzung der neuen Auflagen weiterhin zu optimieren, wie Pupkes sagt. Das Unternehmen habe beispielsweise für die Mitarbeiter Fortbildungen zu Hygiene-Managern angesetzt, die bereits terminiert seien.

Gerald Pupkes und sein Team sehen mit Spannung weiteren Lockerungen entgegen, denn wenn erst mal Sport-, Kunst- und Kulturveranstaltungen wieder Menschen nach Dortmund lockten, könnte der Betrieb wieder richtig Fahrt aufnehmen.

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