Betroffene haben Anspruch auf Wohngeld und Kündigungsschutz

Corona-Krise

Die Corona-Krise stellt auch viele Dortmund vor finanzielle Herausforderungen. Betroffene werden jetzt mit Mietzuschüssen und einem vorübergehenden Kündigungsschutz unterstützt.

Dortmund

29.03.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit dem Wohngeld erhalten finanziell Betroffene einen Mietzuschuss.

Mit dem Wohngeld erhalten finanziell Betroffene einen Mietzuschuss. © picture alliance / Jens Kalaene

Vor allem Menschen in Kurzarbeit und Selbständige haben derzeit Schwierigkeiten, ihre Miete zu zahlen. Das Wohnungsamt empfiehlt Betroffenen, einen Antrag auf Wohngeld zu stellen.

Was ist das Wohngeld?

Das Wohngeld wird in Form eines Mietzuschusses ausgezahlt. Die Höhe der Auszahlung ist abhängig von der Zahl der Haushaltsmitglieder, des Einkommens und der monatlichen Miete. Neben Mietern können auch Eigentümer einen sogenannten „Lastenzuschuss“ für ihren eigenen Wohnraum beantragen.

Für Mieter, die in Folge der Corona-Krise ihre Miete nicht zahlen können, gilt zudem ab April ein dreimonatiges Kündigungsverbot. Wer von dem Kündigungsschutz profitieren will, muss zwingend Wohngeld beantragen oder bei sehr geringem Einkommen ergänzend Arbeitslosengeld beim Job-Center.

Die entstandenen Mietrückstände müssen innerhalb von 24 Monaten nachgezahlt werden. Der Mieterverein Dortmund rät Betroffenen, mit ihrem Vermieter schriftlich Stundungen- und Ratenzahlungen zu vereinbaren.

Anträge sollen schneller bearbeitet werden

Um das Wohngeld schnellstmöglich auszuzahlen, will das Amt für Wohnen der Stadt Dortmund vorübergehend die Antragsbearbeitung vereinfachen. Die Beantragung von Wohngeld ist aktuell nur per E-Mail und per Post möglich. Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Wohnungsamtes: amtfuerwohnen.dortmund.de

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