Einsatz in Dortmund

Betrunkener Lkw-Fahrer „außer Kontrolle“: Polizei sperrte A40

Betrunken am Steuer eines 40-Tonners: Ein Berufskraftfahrer hat in Dortmund etliche Autofahrer in Gefahr gebracht. Um den außer Kontrolle geratenen Mann zu stoppen, sperrte die Polizei die A40.
Auf der A44, der B1 und der A40 war am Mittwoch ein betrunkener LKW-Fahrer in Dortmund untwegs. © Schaper

An Zeugen dieser gefährlichen Fahrt mangelt es nicht: Mehrere Menschen riefen am Mittwoch (19.1.) die Dortmunder Polizei an, um einen Lastwagenfahrer zu melden, der mit wilden Manövern auffiel.

Der 65-Jährige war mit einem in Polen zugelassenen 40-Tonner zunächst auf der A44 bei Holzwickede unterwegs. Dabei habe er versucht, einen anderen Lkw zu überholen und fuhr dabei mehrere Schlenker, so ein Zeuge. Gegen 17.30 Uhr ging der erste Anruf ein, so Polizeisprecher Peter Bandermann. Es sollten weitere folgen.

Gefährliche Fahrmanöver: Vollbremsung in Baustelle

Denn der 65-Jährige fuhr auf dem Rheinlanddamm weiter in Richtung Bochum – auch dabei legte er mehrmals gefährliche Fahrmanöver ein. Laut Zeugen gehörten dazu unter anderem eine Vollbremsung – für die kein Grund ersichtlich war – in einer engen Baustelle, Tempowechsel, Schlangenlinien und mehrere Überholmanöver, bei denen er kaum die Spur habe halten können.

Dieser Fahrstil fiel auch dem Streifenteam der Polizei auf, das den Lkw auf dem Rheinlanddamm stoppen wollte. Zunächst erfolglos. Anhaltezeichen ignorierte der Mann. Die Beamten setzten sich vor den Laster und konnten ihn auf 20 km/h herunterbremsen, berichtet der Polizeisprecher. Der Plan: Den Lkw an der Ausfahrt Barop von der A40 herunterzuführen.

Andere Autofahrer in Gefahr gebracht

Der Mann fuhr jedoch weiter geradeaus. Da er durch seinen Fahrstil auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet habe, entschied die Polizei, die A40 kurzzeitig zu sperren – damit zumindest von hinten keine neuen Autos an dem Lkw vorbeifahren konnten und um weitere brenzlige Situationen zu vermeiden, so der Polizeisprecher: „Der außer Kontrolle geratene Fahrzeugführer stellte eine Gefahr auch für andere Verkehrsteilnehmer dar.“

Die wilde Fahrt endete schließlich 500 Meter vor dem Autobahnkreuz Dortmund-West – hier konnten Polizisten den Lkw stoppen. Der Mann saß unter dem Einfluss von Alkohol am Steuer, wirkte verwirrt und versuchte mehrmals weiterzufahren, obwohl ein Streifenwagen vor ihm stand, so der Sprecher. Eine Polizistin stellte den Motor ab.

Alkoholtest mit eindeutigem Ergebnis

Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest fiel „eindeutig“ aus, so Bandermann, ohne einen genauen Promillewert zu nennen. In einer Wache entnahm ein Arzt dem Fahrer eine Blutprobe. Der Ergebnis stand am Donnerstagvormittag noch aus.

Die Polizei untersagte dem Mann das Führen von Kraftfahrzeugen in Deutschland, seinen Führerschein musste er abgeben. Ein Abschleppunternehmen steuerte den Lkw von der A40 auf sicheres Gelände.

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