Bewegung im Immobilienmarkt 2011

Bericht der Wirtschaftsförderer

Dortmunds Gewerbemarkt hat die Finanzkrise gut überstanden. Nach einem kleinen "Durchhänger" bei der Flächenvermarktung im Jahr 2010 liegt man aktuell wieder im Zehn-Jahres-Durchschnitt.

DORTMUND

24.10.2011, 16:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Deutlich wird dabei, dass der Dortmunder Gewerbeflächen- und Büromarkt eine große Vielfalt an Mietobjekten bietet – vom renovierten Altbestand bis zu Neubau-Projekten. Neue Entwicklungen konzentrieren sich vorwiegend auf die Phoenix-Flächen. Daneben gibt es im gesamten Stadtgebiet zahlreiche Bestands- und Erweiterungsobjekte. Neue Flächen in größerem Umfang bietet noch immer der Westfalentower an der B1, der nach wie vor auf einen größeren Ankermieter wartet. "Generell ist die Leerstandsquote mit 5,2 Prozent im Vergleich zu anderen Städten aber weiterhin sehr gering", betont Wirtschaftsförderungs-Chef Udo Mager.

Die Zahl der Fertigstellungen von Büroneubauten liegt in diesem Jahr bei 33.000 Quadratmetern – gegenüber dem Rekordjahr 2010 mit 93.000 Quadratmetern. Dieser Wert war allerdings vor allem auf die Fertigstellung von Großprojekten wie dem Westfalentower, dem BIG-Gebäude am Westentor und dem Neubau der Volkswohl-Bund-Versicherungen zurückzuführen. Die Spitzenmiete ist leicht von 13 auf 13,50 Euro pro Quadratmeter gestiegen. An Gewerbeflächen werden in diesem Jahr rund 23 Hektar vermarktet. "Das entspricht dem langjährigen Mittel", stellt Mager fest. Neue Impulse für den Gewerbeflächen-Markt lieferte einmal mehr die Immobilien-Messe Expo Real, die Anfang Oktober in München stattfand. In Gesprächen zwischen Stadtspitze und Investoren ging es unter anderem um die Entwicklung des früheren Güterbahnhof-Ost-Geländes, die nun Fahrt aufnehmen soll. Die Verträge mit der Stadt zu städtebaulichen Vereinbarungen, Erschließung und Baufeld-Herrichtung sind inzwischen perfekt. Und Grundstückseigentümer Aurelis hat auch schon Bauträger für die Entwicklung des geplanten Wohngebiets an der Angel.

Dazu bastelt Aurelis an Plänen für das Bahn-Bürogebäude am Königswall östlich des Hauptbahnhofs. Der marode 50er-Jahre-Bau soll durch einen Neubaukomplex ersetzt werden – als Domizil für Hotels unterschiedlicher Kategorien unter dem Dach einer internationalen Kette. Bewegung ist auch weiterhin im Markt für Einzelhandelsflächen. Hier hat die Eröffnung der "Thier-Galerie" Mitte September Zeichen gesetzt. Im unmittelbaren Umfeld folgen weitere Investitionen mit dem Lensing-Carrée und auf dem früheren Quelle-Grundstück. Für das frühere Karstadt-Haus an der Kampstraße will der Entwickler Treveria Asset Management in Kürze den Vertrag mit einem Ankermieter für die Einzelhandelsflächen perfekt machen. Im Obergeschoss entsteht ein neues Hotel der Design-Hotel-Kette Motel One.

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