Bezirksbürgermeister hält Ampel-Blitzer in Asseln für unwahrscheinlich

mlzRuckebierstraße/Asselner Hellweg

Wenig Chancen für einen Ampel-Blitzer an der Fußgängerampel Ruckebierstraße/Asselner Hellweg sieht Bezirksbürgermeister Czierpka. Ein Anwohner hatte auf viele Rotlichtverstöße hingewiesen.

Asseln

, 13.08.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viele Leser hat unser Artikel über den Asselner Jörg Niewiadomski interessiert, der sich über Autofahrer ärgert, die das Rotlicht an der Ampel Ruckebierstraße/Asselner Hellweg ignorieren und dabei Fußgänger gefährden, die die Straße überqueren wollen.

Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka (SPD) weist auf eine Besonderheit dieser Ampel hin: Sie hat zu bestimmten Zeiten eine längere Grünphase für Fußgänger als andere Ampeln, weil eine normale Länge nicht ausreiche, um den vielen Schülern vom Schulzentrum am Grüningsweg auf ihrem Weg zur Stadtbahn-Haltestelle einen sicheren Überweg zu ermöglichen. Beschwerden habe er jedoch noch nie gehört. Er glaube nicht, dass diese Ampel einen Ampel-Blitzer erhalte. Die Geräte seien sehr teuer, und es gebe andere Übergänge an Schulen mit deutlich mehr Verkehr.

Rotlichtüberwachung Aufgabe der Polizei

Auch die Polizei kennt diesen Standort weder als Unfallschwerpunkt noch als eine Stelle, an der Autofahrer besonders oft bei Rot fahren. Allerdings gebe es darüber auch keine Statistiken, wie Polizeisprecherin Dana Seketa erläuterte. Sie habe sich auch mit den Kollegen der Polizeiwache Asseln in Verbindung gesetzt, die sich in unmittelbarere Nähe besagter Ampel befindet. Auch sonst seien keine Auffälligkeiten bekannt, allerdings wollen die Beamten den Ort nun zu unterschiedlichen Zeiten besonders kontrollieren. Dana Seketa bittet Anwohner, die entsprechende Beobachtungen machen, sich direkt mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Im Sozialen Netzwerk Facebook sind die Reaktionen auf unsere erste Berichterstattung durchaus gemischt. Jemand meint: „Da muss man ja auch durcheinander kommen bei so vielen Ampeln auf so einem kurzen Stück Hellweg. Und ansonsten steht man in Asseln den größten Teil des Tages im Stau“ oder „Was ist mit dem Problem, dass die Fußgänger die Ampel betätigen, wenn gerade die Straße frei ist und selber über Rot rennen, und wenn sie schon weg sind, die Ampel für Autofahrer rot ist und keiner mehr da ist?“ Andere Anwohner haben mehr Verständnis für die Beschwerde Jörg Niewiadomskis: „Ich bin auch Anwohner. Und meine Kinder müssen auch ständig über diese Ampel. Zu oft wird bei Rot noch schnell mal rüber gemacht. Ich bin auch für einen Ampelblitzer.“

Votum der „Unfallkommission“ ist wichtig

Eine „kombinierte Rotlicht-/Geschwindigkeitsüberwachungsanlage wäre im Fall des Falles das Mittel der Wahl“, sagt Stadtsprecher Christian Schön. Aber man benötige zuerst eine entsprechende Gefährdungseinschätzung und ein Votum der „Unfallkommission“. „Und noch davor liegen sicherlich Vorortkontrollen durch die Polizei“, so Schön weiter.

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