Bezirksvertretung will feierfreudigen Scharnhorstern die Sitzgelegenheiten entziehen

mlzStadtteilpark

Wer keine Sitzgelegenheiten mehr hat, hat auch keine Lust zu feiern. Nach diesem Prinzip fasste die Bezirksvertretung Scharnhorst einen Beschluss zu einem kleinen Park.

Scharnhorst

, 19.09.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auf Antrag der SPD-Fraktion hat die Bezirksvertretung Scharnhorst beschlossen, die Sitzgelegenheiten im kleinen Park an der Flughafenstraße/Ecke Buschei abzubauen. Der Park werde tagsüber nur selten von Anwohnern genutzt. Abends jedoch komme es immer wieder zu lärmintensiven nächtlichen Grillpartys - besonders an den Wochenenden im Sommer.

„Beschwerden haben zugenommen“

„Die entsprechenden Beschwerden der Anwohner haben extrem zugenommen“, so heißt es im Antrag. Auch die Polizei sei bereits mehrfach am Ort gewesen.

Der Antrag fand nicht bei allen anderen Fraktionen Zustimmung. Thomas Offermann (CDU) erklärte, er halte das für „reine Symbolpolitik“. Man werde keine Probleme lösen, indem man Sitzgelegenheiten abbaue. Das zeigen seiner Meinung nach auch andere Beispiele in der Stadt. Wenn man alle Sitzgelegenheiten abbaue, an denen mal gefeiert werde, habe man bald keine Sitzgelegenheiten mehr.

„Unser Herz schlägt für die Anwohner“

Herbert Niehage (SPD) konterte: „Unser Herz schlägt auch für die Anwohner, die sich von dem Lärm belästigt fühlen.“ Die von Offermann geforderte, stärkere Präsenz von Polizei und Ordnungsamt sei angesichts der dünnen Personaldecke dieser Institutionen illusorisch. Die SPD setzte sich letztlich mit ihrer Mehrheit durch.

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