BIG-Krankenkasse will Vorwürfe lückenlos aufklären

Verschwendung krisitiert

Die BIG-Krankenkasse will die schweren Vorwürfe des Bundesrechnungshofes lückenlos aufklären. Das erklärte der neue Vorstandschef Peter Kaetsch am Freitag. Der Rechnungshof hatte Verschwendung und finanzielle Ungereimtheiten bei der Krankenkasse kritisiert - ein Vorstand wurde gefeuert.

DORTMUND

von Von Philipp Ostrop und Bettina Kiwitt

, 08.11.2012, 22:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die BIG wurde 1996 als erste gesetzliche Direktkrankenkasse Deutschlands gegründet und ist seitdem stark gewachsen. Zurzeit betreut sie 390 000 Versicherte. 525 Mitarbeiter sind allein in Dortmund beschäftigt. Ihren neuen Firmensitz am U-Turm hat die Versicherung Ende 2010 bezogen.

Ein Prüfbericht des Bundesrechnungshofes erschüttert die BIG-Krankenkasse. Nach Informationen unserer Redaktion kritisieren die Finanzkontrolleure finanzielle Ungereimtheiten. Der Vorstandschef wurde beurlaubt.Der Prüfbericht kritisiert die Verschwendung von Kassengeldern beim Dortmunder Versicherungsunternehmen. Der langjährige Vorstandschef Frank Neumann ist deshalb bereits Ende Oktober seines Amtes enthoben worden, wie Unternehmenskreise unserer Redaktion bestätigten. Ob es persönliche Vorwürfe gegen Neumann gibt, ist unklar.  

 Der Bundesrechnungshof bemängelt offenbar mehrere Aspekte der Kassenführung der BIG. Nach Ansicht der Prüfer gibt die Krankenkasse für ihren Sitz am Dortmunder U-Turm zu viel Geld aus. Außerdem seien Grundsätze der Korruptions-Vorsorge missachtet worden.

 Der Bundesrechnungshof bestätigte die Existenz des Prüfberichts. Den Inhalt wollte eine Sprecherin mit Hinweis auf das laufende Verfahren nicht kommentieren. Von der BIG-Krankenkasse war am Donnerstagabend keine Stellungnahme zu bekommen.

 Gegen den Entzug des Vorstandsamtes geht Neumann juristisch vor. Sein Dienstvertrag läuft unterdessen weiter, Neumann wurde jedoch beurlaubt. Ein Gespräch mit unserer Redaktion lehnte Neumann ab.

Die BIG wurde 1996 als erste gesetzliche Direktkrankenkasse Deutschlands gegründet und ist seitdem stark gewachsen. Zurzeit betreut sie 390 000 Versicherte. 525 Mitarbeiter sind allein in Dortmund beschäftigt. Ihren neuen Firmensitz am U-Turm hat die Versicherung Ende 2010 bezogen.

 

 Seit Krankenkassen Bundeszuschüsse aus Steuergeldern bekommen, unterliegen ihre Finanzen der Kontrolle des Bundesrechnungshofes. Der Rechnungshof hat in der Vergangenheit wiederholt auf größere Transparenz in der Branche gepocht. Das Haushaltsjahr 2011 hatte die BIG-Krankenkasse mit einem Einnahmeüberschuss von 31 Millionen Euro abgeschlossen.

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